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Pandemie

Polizei ermittelt häufiger wegen Betrugs mit Corona-Teststellen

Nicht für alle abgerechneten Tests wurde auch wirklich ein Abstrich genommen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Nicht für alle abgerechneten Tests wurde auch wirklich ein Abstrich genommen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Seit März 2021 gibt es die kostenlosen Bürgertests - auf Parkplätzen und in Einkaufszonen entstanden auch in Niedersachsen Hunderte Testzentren. Unter den Betreibern sind den Behörden zufolge allerdings auch vereinzelt Kriminelle.

Mittwoch, 20.04.2022, 08:12 Uhr

Die Polizei in Niedersachsen ermittelt zunehmend wegen des Verdachts auf Betrug mit Corona-Teststellen. In den ersten drei Monaten 2022 lagen die Fallzahlen im "unteren zweistelligen Bereich", wie das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen auf dpa-Anfrage mitteilte. Es handele sich um vorläufige Zahlen aus der Eingangsstatistik. 2021 gab es etwas weniger Ermittlungsverfahren wegen Betrugsstraftaten von Corona-Testzentren, wie ein LKA-Sprecher sagte. Er sprach von Zahlen im "niedrigen zweistelligen Bereich" im gesamten vergangenen Jahr. Gründe für die gestiegene Zahl der Ermittlungsverfahren seien ihm nicht bekannt. Möglicherweise habe es mehr Kontrollen gegeben.

Geld für nicht durchgeführte Tests kassiert

Ende März hatten die Polizei Hannover und Staatsanwaltschaft Hildesheim nach monatelangen Ermittlungen Wohnungen, Gewerbeobjekte und als mobile Testzentren genutzte Fahrzeuge durchsucht. Eine 32 Jahre alte Betreiberin mehrerer Teststellen wird verdächtigt, über Monate Geld für nicht durchgeführte Corona-Tests kassiert zu haben. Ihr wurde den Behörden zufolge bereits ein sechsstelliger Betrag ausgezahlt.

Auch eine Geschäftsführerin mehrerer Corona-Teststationen aus dem ostfriesischen Aurich soll nicht durchgeführte Tests über die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) abgerechnet und so einen Schaden von über einer Million Euro angerichtet haben. Die 31-Jährige werde verdächtigt, sich zu Unrecht bereichert zu haben, teilte die Polizei Ende März mit. Das Geld habe durch die Staatsanwaltschaft Oldenburg vorläufig gesichert werden können.

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