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Proteste

Widerstand gegen die Querdenkerszene wächst – Große Gegendemonstration geplant

In Buxtehude gab es eine erste, größere Gegendemonstration gegen die Demonstration der Querdenkerszene. Foto: privat

In Buxtehude gab es eine erste, größere Gegendemonstration gegen die Demonstration der Querdenkerszene. Foto: privat

Der Widerstand gegen die Demonstrationen der Querdenkerszene in der Region verstärkt sich. Eine geplante Aktion gegen die Corona-Skeptiker soll am Sonnabend in Buxtehude starten. Auch in Stade ist etwas geplant.

Von Karsten Wisser Dienstag, 25.01.2022, 19:30 Uhr

Am Montagabend haben sich 60 Menschen nach Angaben des Veranstalters zu einer Gegendemonstration vor dem Café Port in der Stader Straße in Buxtehude zusammengefunden.

Demos in Buxtehude und Stade

Dabei soll es nicht bleiben. Für Sonnabend hat das Bündnis für „Abstand, Anstand und Solidarität“ zu einer Demonstration in der Buxtehuder Altstadt aufrufen. Geplant ist die Versammlung für den Bereich um das Fleth, zwischen Bitterbrücke und Fischerstraße. Außerdem werden die „Omas gegen Rechts“ jeden Montag in Stade auf dem Platz am Sande um 18.30 Uhr parallel zum Stader „Montagsspaziergang“ demonstrieren.

Mit der Demo am Sonnabend in Buxtehude will das breit aufgestellte Bündnis ein klares gesellschaftliches Zeichen gegen „die Respektlosigkeit und anhaltende Hetze“ der Querdenkerszene und deren „Montagsspaziergänge“ setzen.

Das Bündnis für „Abstand, Anstand und Solidarität in Buxtehude“ wird von vielen Organisationen, Gruppen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern getragen. Viele Kulturschaffende, Gastronomen und Einzelhändler sind ebenso dabei wie die Bürgerinitiative Menschenwürde, Attac oder auch die „Omas gegen Rechts“, Verdi und andere Gewerkschaften. Und wie zuletzt bei der gemeinsamen Plakataktion „Klar denken, nicht quer denken“ arbeiten auch CDU, SPD, FDP, FWG/BBG, Grüne, Die Linke und Die Partei in dem Bündnis mit.

Das ist am Sonnabend geplant

Es wird eine gemeinsame Rede vieler Gruppen-Vertreterinnen und Vertreter – mit musikalischer Begleitung – geben. Die Demo soll als Menschenkette organisiert werden. Für den Abstand werden die Teilnehmer aufgerufen, Schals mitzubringen, um die Abstände von mindestens 1,5 Meter einhalten zu können. „Selbstverständlich wird es eine FFP2-Maskenpflicht geben“, so die Veranstalter. Beginn der Demonstration ist um 13 Uhr.

Die von der Gruppe „buxaktiv“ organisierten Demonstrationen der Corona-Skeptiker finden jeden Montag in Buxtehude statt, starten und enden aktuell auf dem Schafmarktplatz im Buxtehuder Süden. Zuletzt haben sich rund 400 Menschen aus dem ganzen Süderelbe-Raum an der Demonstration der Corona-Skeptiker in Buxtehude beteiligt.

Die Teilnehmenden bei Demonstrationen und bei den Auftritten im Messengerdienst Telegram von „buxaktiv“ kommen aus sehr unterschiedlichen Lagern. Zum Teil kommen sie aus einer linksalternativen, durch die Impf-Skepsis motivierten Szene und aus der bürgerlichen Mitte. Andere sind Anhänger von Verschwörungsmythen, die rechtsextremistische, antisemitische und wissenschaftsfeindliche Inhalte verbreiten. In Buxtehude beteiligen sich zudem AfD-Mitglieder an den Demonstrationen, und der Kreisverband wirbt in seinem Telegram-Kanal für die Teilnahme.

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