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Energie sparen

Stade: Matthias Mueller kümmert sich für die Stadt ums Klima

Energie- und Umweltmanager Matthias Mueller (links) mit Bürgermeister Sönke Hartlef. Foto: Stadt Stade..

Energie- und Umweltmanager Matthias Mueller (links) mit Bürgermeister Sönke Hartlef. Foto: Stadt Stade..

Die Stadt Stade will bis 2045 klimaneutral sein. Matthias Mueller ist der neue Mann im Rathaus, der sich um dieses Ziel kümmern soll. Er hat viel zu tun.

Von Lars Strüning Sonntag, 09.01.2022, 17:00 Uhr

Wie können in der Hansestadt Stade allgemein und bei der Stadtverwaltung im Besonderen Treibhausgasemissionen eingespart werden? 20 Jahre lang befasste sich Siegrun van Bernem mit den Themen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung in Stade. „Der Klimawandel“, so sagte sie bei ihrem letzten öffentlichen Auftritt im Stadtplanungs- und Klimaausschuss des Rates, „ist längst in Stade angekommen.“ Seit den ersten Aufzeichnungen 1881 in Hamburg sei die Durchschnittstemperatur um 1,7 Grad Celsius angestiegen.

Erneuerbare Energien stärker nutzen

Seit dem Jahreswechsel befindet van Bernem sich im Ruhestand, die umfassende Aufgabe bleibt. Matthias Mueller hat ihre Stelle übernommen und große Themen vor der Brust, die ihm sein Chef, Bürgermeister Sönke Hartlef, skizziert.

Ein kommunales Energiemanagement muss implementiert werden, Stade soll „zu einer zukunftsbeständigen und nachhaltigen Entwicklung“ geführt werden. Dazu gehöre, erneuerbare Energien im Strom- und Wärmesektor stärker zu nutzen. Matthias Mueller sieht das ebenso, wie er bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im Fachausschuss kurz anriss.

Klärwerk ist ein Stromfresser

In seinem Fokus sind die großen Energiefresser der Stadt: das Klärwerk und die Schulen. Insgesamt verschlingen alle städtischen Einrichtungen pro Jahr gut 19 Millionen Kilowattstunden Energie – durch Stromverbrauch, Wärmebedarf und Treibstoff. Beim Strom verbrauche das Klärwerk die Hälfte der Gesamtmenge der städtischen Einrichtungen. Gleichzeitig wachse der Bedarf an den Schulen, eine Folge der Digitalisierung. Es gibt aber auch positive Entwicklungen.

Durch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED seien seit 2018 30 Prozent weniger Strom verbraucht worden. Mueller hat noch weitere Ideen, um klimaneutraler zu wirtschaften.

Erfahrung mit energetischer Sanierung

So schlägt er Rat und Verwaltung vor, mehr Biomethan einzusetzen aus Biogasanlagen aus der Region. Schon van Bernem hatte der Politik ins Gewissen geredet: „Sie müssen unverzüglich handeln, wenn Sie den Wärmebedarf klimaneutral decken wollen.“

Der Neue kommt aus Schleswig-Holstein Matthias Mueller stammt aus Kummerfeld in Schleswig-Holstein und studierte an der Europa-Universität Flensburg Energie- und Umweltmanagement mit dem Abschluss als Master of Engineering. Neben dem Studium war er bei unterschiedlichen Unternehmen tätig – unter anderem in den Bereichen energetische Gebäudesanierung sowie Montage und Produktion von Windkraftanlagen.

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