Schulbeschäftigte streikten für fünf Prozent mehr Lohn
Warnstreik in Stade: Mitarbeiter von Schulen versammelten sich in der Stader Innenstadt. Foto: privat
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen (GEW) rief in dieser Woche landesweit zu regionalen Warnstreikaktionen auf. In Stade beteiligten sich 30 Schulbeschäftigte.
Pädagogische Mitarbeiter, Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter der Förderschule Ottenbeck, von Schulen aus Jork und Oldendorf und der Pestalozzischule Stade legten die Arbeit nieder. Die GEW hatte zum Streik aufgerufen, weil die Tarifgemeinschaft der Länder in den laufenden Tarifverhandlungen bisher kein Angebot vorgelegt hatte und sämtliche gewerkschaftliche Forderungen ablehnt. Die Gewerkschaften fordern zum Beispiel fünf Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro monatlich und 100 Euro mehr monatlich für Azubis und Praktikanten.
Fünf Prozent mehr Gehalt seien eine angemessene Tarifforderung, weil die Beschäftigten den Laden am Laufen halten, sagen Karina Krell und Holger Cordes für den GEW-Kreisverband Stade. Das sei auch wirtschaftlich sinnvoll, um die Erholung nach der Corona-Krise zu unterstützen.
Fünf Prozent seien aber auch nötig, damit die Gehälter mit den steigenden Lebenshaltungskosten Schritt halten. Weil die Teuerungsrate die unteren Entgeltgruppen besonders hart treffe, braucht es den Mindestbetrag von 150 Euro, hieß es.
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