E-Scooter-Akku sorgt für Feuerwehreinsatz in Stade
Rauch in Mehrfamilienhaus: Drei Menschen wurden vom Stader Rettungsdienst untersucht. Foto: Feuerwehr
Eine starke Rauchentwicklung im Stadtteil Campe rief beide Züge der Stader Feuerwehr auf den Plan.
Stade. Am Samstag, gegen 12.30 Uhr, wurden beide Züge der Feuerwehr Stade zu einer starken Rauchentwicklung in einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Campe alarmiert. Ursache war offensichtlich der Akku eines E-Scooters in einer Wohnung im 3. Obergeschoss, meldet die Stader Feuerwehr in den sozialen Medien.
Stader steckte E-Scooter in die Badewanne
Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten die Bewohner den E-Scooter bereits in einer Badewanne abgelegt und diese mit Wasser geflutet. Drei Menschen wurden vorsorglich durch den Rettungsdienst untersucht, nachdem sie dem Brandrauch ausgesetzt waren.

Die Bewohner des Mehrfamilienhauses legten den qualmenden Akku in eine Badewanne. Foto: Feuerwehr
Die Einsatzkräfte brachten den E-Scooter ins Freie und kühlten ihn dort mit Wasser weiter ab. Anschließend wurde die betroffene Wohnung mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und belüftet.
Das defekte Gerät einschließlich der Ladetechnik wurde zur sicheren Lagerung und anschließenden Entsorgung zum Abfallwirtschaftszentrum transportiert. Nach gut einer Stunde war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.
Was Akkus alles nicht mögen
Verschleiß durch Alterung, Hitze und Frost kann Akkus zusetzen. Es kann zu kritischen Schäden der Zellen kommen - und damit schlimmstenfalls zum Brand des Akkus. Darauf weist das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS) hin.
Der beste Schutz dagegen: Die richtige Akkupflege:
- Verwenden Sie nur Ladegeräte, die vom Hersteller für den Akku oder, bei fest verbauten Akkus, für das jeweilige Gerät vorgesehen sind, rät das IFS.
- Heiße Geräte nicht aufladen, wenn sie etwa von der Sonne erwärmt wurden oder sich beim Laden erwärmen. Lieber erst abkühlen lassen und dann laden, empfiehlt Smartphone-Hersteller Samsung.
- Am besten lagert man Lithium-Ionen-Akkus mit einem Ladestand zwischen 40 und 60 Prozent ihrer Kapazität.
- Die Ladeumgebung sollte Temperaturen zwischen 0 und 45 Grad haben und trocken sein.
- Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) empfiehlt darüber hinaus eine regelmäßige Kontrolle des Ladestands und gegebenenfalls Zwischenladung. Das verhindert Tiefenentladung, die den Akkus schadet.
- Akkus außerdem auf nicht brennbaren Unterlagen laden und lagern und Abstand halten zu anderen brennbaren Dingen.
Geräte und Akkus richtig entsorgen
Manchmal hilft die beste Pflege nicht und das Gerät ist einfach hin. Oder der Akku macht sprichwörtlich dicke Backen. Dann nicht mehr nutzen, sondern entsorgen. Das gilt auch für andere Batterien oder Elektrogeräte.
- Alte Batterien, Akkus und Co. können an den örtlichen Wertstoffhöfen und Sammelstellen abgegeben werden.
- Elektronikmärkte, Händler und auch Supermärkte ab einer bestimmten Größe und mit regelmäßigem Elektronikverkauf müssen die Geräte kostenlos zum Recycling annehmen. Man muss bei Kleingeräten auch nicht ein neues Gerät im Austausch erwerben.
- Funktionierende Geräte kann man etwa über Verkaufsplattformen noch gegen kleines Geld loswerden. Wichtig: Hier vorher das Gerät unbedingt auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, um persönliche Daten zu schützen.
- Die Verbraucherzentrale rät bei Smartphones eher zum Privatverkauf, da dort mit höheren Preisen zu rechnen sei als bei Verkaufsportalen.
Elektro- und Elektronikgeräte gehören übrigens nie in den Hausmüll. Die enthaltenen Rohstoffe sind wertvoll und sollten nicht verloren gehen. Außerdem könnten die enthaltenen Akkus Brände in den Recyclinganlagen verursachen. (fe/dpa)
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