Großeinsätze in Oldendorf und Balje: Felder in Flammen
Nur mit schwerem Atemschutzgerät konnten die Flammen gelöscht werden. Foto: Frank Ewald/Feuerwehren SG Oldendorf-Himmelpforten
Immer wieder geraten Erntemaschinen und Felder derzeit in Brand. Landwirte schauen dabei nicht tatenlos zu, sie unterstützen die Feuerwehren.
Balje. Wie sich die Bilder gleichen: Gleich zwei Großeinsätze wegen brennender Stoppelfelder hat es am Montag im Stader Nordkreis gegeben. Wie zuvor schon in Sauensiek oder Beckdorf waren an den vergangenen Hitzetagen Feuer ausgebrochen, deren Ausbreitung es zu verhindern galt.
So geriet bei Arbeiten auf einem Getreidefeld im Bereich von Oldendorf-Siedlung eine Rundballenpresse in Brand. Infolge breitete sich das Feuer auf dem Feld aus.
Die Rundballenpresse war in Brand geraten. Foto: Frank Ewald/Feuerwehren SG Oldendorf-Himmelpforten
„Um 17.17 Uhr wurde Alarm für die Ortsfeuerwehren Oldendorf, Hagenah, Heinbockel und Himmelpforten ausgelöst“, berichtet Rolf Hillyer-Funke, Sprecher der Feuerwehren der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten.
Landwirte schneiden Schneise in Boden
Das in Brand geratene Feld liege laut Feuerwehrsprecher im Grenzgebiet der Orte Hagenah, Heinbockel und Oldendorf. Die ersten wasserführenden Feuerwehr-Fahrzeuge seien nach Eintreffen sogleich von dem befestigten Wirtschaftsweg einige hundert Meter weit auf das Feld vorgerückt, um die Flammen in den brennenden Bereichen möglichst schnell und gezielt bekämpfen zu können.
Unterstützung gab es durch Landwirte und Feuerwehrkameraden, die insgesamt drei Trecker einsetzten. „Zwei Trecker mit Egge und Grubber bearbeiteten das Feld, um durch Schaffung von Schneisen eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern“, so Hillyer-Funke. Ein Trecker mit einem wassergefüllten Gülleanhänger sei ebenfalls zum Einsatz gekommen.
Hunderte Quadratmeter Feld verbrannt
Die Einsatzleitung habe darüber hinaus den Abrollbehälter Wasser der Kreisfeuerwehr angefordert. So habe das Wasser aus dem Abrollbehälter über eine mehrere 100 Meter lange Schlauchleitung das Tanklöschfahrzeug Oldendorf mit Löschwasser versorgen können.
Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz bekämpften die Flammen an der brennenden Strohpresse, während eine Reihe von weiteren Feuerwehrleuten den Flächenbrand bekämpfte.
Durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Ortsfeuerwehren und den Landwirten konnte das Feuer laut Sprecher „recht schnell“ unter Kontrolle gebracht werden.

Die Rauchschwaden waren weithin sichtbar. Foto: Frank Ewald/Feuerwehren SG Oldendorf-Himmelpforten.
Eine Fläche von Hunderten Quadratmetern sei durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine Ausbreitung des Feuers auf andere Felder und Wiesen habe aber erfolgreich verhindert werden können. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet.
Stundenlanger Einsatz auch in Balje-Hörne
In Balje-Hörne stand kurz zuvor ein Stoppelfeld in Flammen. Gegen 15.40 Uhr sei die Alarmierung von „Veg 1“ noch bei der Anfahrt der Feuerwehrkräfte auf „Veg 3“ erhöht worden. Das berichtet die Feuerwehr Balje via Instagram.
Es habe gleich an mehreren Stellen des Feldes gebrannt. Offenbar fing die Rundballenpresse zunächst Feuer und entzündete so das Feld, teilt die Feuerwehr mit.
Kreisübergreifend seien mit Hörne, Oederquart, Krummendeich, Drochtersen (LK Stade) sowie Geversdorf, Neuhaus und Cadenberge (LK Cuxhaven) gleich sieben Ortswehren alarmiert worden. Das Feuer sei gleich von mehreren Seiten bekämpft worden - mit Erfolg. Zudem habe auch hier ein Landwirt samt Grubber unterstützt.
Nach ebenfalls gut zwei Stunden habe der Einsatz beendet werden können. (pm/tip)
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