Müllmonster werben für eine Sammelaktion im Alten Land
Die Tintenklecks-Müllmonster werben für die Reinigungsaktion in Jork und Estebrügge. Foto: Vasel
Damit die Gemeinde Jork sauberer wird, sammeln engagierte Bürger wieder Müll ein. Im vergangenen Jahr war die Aktion ein großer Erfolg - deswegen wird sie jetzt ausgeweitet.
Jork. „Nicht mein Müll, aber mein Dorf“: Unter diesem Slogan ruft die Gemeinde Jork für Sonntag, 22. Februar, gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern von 10 bis 14 Uhr zum Müllsammeln auf. Die Aktion findet losgelöst vom Clean-Up-Day statt, der am 20. September folgt.
Bereits im Februar 2025 hatten Mütter der Grundschule Jork in Kooperation mit dem Tintenklecks Kinder- und Familienhaus am Westerminnerweg ihre erste Aktion in Jork und Borstel auf die Beine gestellt. Mehr als 150 Altländer folgten damals dem Aufruf von Dr. Svenja Köster, Tina Renneberg-Burmeister, Nina Hermann sowie der Vorsitzenden des Leitungsteams des Tintenklecks-Horts, Andrea Sundermann. Knapp eine Tonne sammelten sie, auch eine Ratte im Glas.
In diesem Jahr sind auch Estebrügger dabei
In diesem Jahr haben die Altländer sich breiter aufgestellt. Nicht nur die Jorker, sondern auch die Estebrügger sind mit im Boot. Mit der Brüggerei-Jugend ist auch die Dorfgenossenschaft Este mit von der Partie. Die Gemeindebücherei in der Bürgerei in Jork bringt sich ein, Müllzangen können dort ausgeliehen werden.
Zentrale Sammelstellen werden auf dem Altländer Marktplatz in Jork und an der St.-Martini-Kirche in Estebrügge eingerichtet, dort stehen Container bereit. Von diesen Punkten aus können die Teilnehmer ihre Müllsammeltouren starten beziehungsweise den Müll dort abgeben. Müllbeutel gibt es vor Ort, die Müllzangen, Warnwesten und Handschuhe sollten mitgebracht werden. Ob Großeltern, Eltern oder Kinder, jede helfende Hand zähle.
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Im Vorfeld haben die Tintenklecks- Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren mit einer Kunstaktion die Bäuche der Müllmonster gefüllt. Köster dankte den vielen Sponsoren, die die Aktion mit Geld- und Sachspenden unterstützen. Die Müllsammler müssen weder durstig noch hungrig nach Hause gehen, in Jork gibt es heißen Apfelsaft und Pizza, in Estebrügge gibt es Pommes.
Ziel der Aktion ist es, den Ort Jork von herumliegendem Müll zu befreien und das Bewusstsein für Umweltschutz zu fördern. „So sieht Jork bald wieder sauberhaft aus“, sagt Köster. Zahlreiche Plakate hängen in den Geschäften und im Rathaus aus.
Der Landkreis Stade begrüßt die Aktion und stellt die besagten Container bereit. Und er weist in diesem Zusammenhang auf ein Dauerproblem hin: Rund 50.000 Euro, die aus den Abfallgebühren und den Steuergeldern finanziert werden, koste allein die Beseitigung des Wildmülls in der Feldmark. Immer wieder landen Sperrmüll, Elektrogeräte oder Pappen an den Straßen oder in den Plantagen. „Wer gefährliche Abfälle illegal entsorgt, begeht eine Straftat, bei der eine Geldbuße von bis zu 100.000 Euro drohen kann“, sagt Kreissprecher Daniel Beneke. 371 Fälle gab es 2025.
Wer Abfälle in der freien Landschaft oder im Wald findet, kann sich bei der Wildmüllstelle des Landkreises Stade unter 04141/ 128012 oder abfallwirtschaft@landkreis-stade.de melden. Hierfür sei es sinnvoll, Fotos zu machen sowie ein Protokoll mit Angaben zu Ort, Zeit, Müll und Fahrzeug zu erstellen. Innerorts sind die Kommunen zuständig.
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