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Blaulicht

Rauch aus Müllwagen: Fahrer legt Notstopp in Ahlerstedt ein

Der frisch eingesammelte Müll in Ahlerstedt hatte sich entzündet.

Der frisch eingesammelte Müll in Ahlerstedt hatte sich entzündet. Foto: Bockelmann/Feuerwehr Harsefeld

Einmal alles ausräumen, bitte: Darum türmte sich am Donnerstagmittag der frisch eingesammelte Abfall im Industriegebiet.

Von Redaktion 29.10.2026, 17:45 Uhr
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Ahlerstedt. Großalarm auf der Stader Geest: Am Donnerstagmittag sind gleich vier Ortsfeuerwehren aus dem Landkreis Stade nach Ahlerstedt alarmiert worden, nachdem sich Abfälle in einem Müllwagen offenbar entzündet hatten. Wie Feuerwehrsprecher Jürgen Bockelmann berichtet, habe der Fahrer des Wischhafener Entsorgungsunternehmens Karl Meyer um kurz nach 12 Uhr Rauchschwaden aus seinem Lkw bemerkt.

„Er war zu der Zeit in Ahlerstedt in der Straße In den Wiesen dabei, Mülltonnen zu entleeren“, sagt Bockelmann. Der Fahrer habe umgehend und sehr besonnen reagiert. Denn er fuhr den Müllwagen - ein Seitenladefahrzeug - in das nahe gelegene Industriegebiet, und dort auf eine wenig befahrene Straße.

Die Maßnahmen und Abläufe sind dabei erprobt, wie Lars Koch, Leiter Unternehmenskommunikation bei Karl Meyer, dem TAGEBLATT bestätigt: „Das Fahrzeug wurde nach erprobtem Ablauf auf sicheres Gelände geleitet, eine freie und möglichst befestigte Fläche.“ Auch Koch lobt das vorbildliche Vorgehen des Fahrers.

Fünf Ortswehren alarmiert

So türmte sich schließlich im Industriegebiet Klethener Weg der gesammelte Hausmüll auf. Denn als der Fahrer den Müll entlud, seien ihm schon Flammen aus dem Unrat entgegengeschlagen.

Die Feuerwehrleute übernahmen die Restlöscharbeiten. Nach 45 Minuten war der Einsatz am Mittag beendet.

Die Feuerwehrleute übernahmen die Restlöscharbeiten. Nach 45 Minuten war der Einsatz am Mittag beendet. Foto: Bockelmann/Feuerwehr Harsefeld

Bockelmann: „Fahrer und Mitarbeiter einer angrenzenden Firma löschten die Flammen mit Feuerlöschern.“ Den Rest übernahmen dann die Feuerwehrleute aus Ottendorf, Ahlerstedt, Ahrenswohlde und Oersdorf. Die ebenfalls alarmierte Ortswehr Wohnste (Kreis Rotenburg) habe nicht mehr ausrücken müssen. Verletzt wurde niemand.

Immer wieder Brände durch Batterien

Zu Verkehrsbehinderungen kam es dabei nicht. Die Entsorgungsfirma kümmerte sich laut Feuerwehrsprecher um den Abtransport des ausgeschütteten Mülls. Am Müllfahrzeug selbst sei kein Schaden entstanden, sagt Karl-Meyer-Sprecher Koch. Die Feuerwehren konnten nach 45 Minuten wieder abrücken.

Warum der Müll brannte, blieb unklar. Koch: „Wir vermuten Batterien im Abfall. Eine sichere Zuordnung ist derzeit aber nicht möglich.“

Häufigste Brandursachen sind in der Tat laut Entsorgungswirtschaft falsch entsorgte Batterien. Oft werden die Batterien und Akkus einfach im Hausmüll entsorgt – mit fatalen Folgen. Denn beschädigte Lithium-Batterien können sich entzünden. Ursache sind zumeist Quetschungen, Beschädigungen im Müll oder Kurzschlüsse. Besonders in Müllfahrzeugen oder Abfallanlagen kommt es dadurch immer öfter zu gefährlichen Zwischenfällen.

Beispiele gefällig: Selbst in musikabspielenden Glückwunschkarten sind schon kleine Batterien verbaut. Oder aber E-Zigaretten (Vapes), diese kommen mit Akkus daher. Die Abfallwirtschaft appelliert deshalb dringend, batteriebetriebene Gegenstände getrennt zu entsorgen. (pm/tip)

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