Müllabfuhr

Illegal im Hausmüll entsorgt: Wovor der Landkreis Stade warnt

Insgesamt 35 Fahrzeuge stehen für die Einsammlung von Abfällen im Landkreis zur Verfügung.

Insgesamt 35 Fahrzeuge stehen für die Einsammlung von Abfällen im Landkreis zur Verfügung. Foto: Landkreis Stade

Die neuesten Zahlen zeigen: So viel Müll fällt im Landkreis an. Und: Das sind die größten Abfall-Fehler.

Von Redaktion 01.07.2026, 09:05 Uhr

Landkreis. Im Landkreis Stade führt die Karl Meyer Kommunalentsorgung GmbH die Abfuhr der Gelben Säcke und des Sperrmülls sowie der Restabfall-, Altpapier- und Biotonnen durch. Die insgesamt 52 Müllwerker sorgen mit 35 Fahrzeugen dafür, dass der Landkreis Stade sauber bleibt. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, heißt es in der Mitteilung.

So viel Müll fiel 2025 im Kreis Stade an

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt fast 3,5 Millionen Leerungen durchgeführt. Hinzukamen etwa 23.000 Sperrmüllabfuhren und die Abfuhr der Gelben Säcke mit einem Gewicht von circa 6.248 Tonnen. Außerdem wurden gut 52.000 Hausmüllbeistellsäcke eingesammelt.

Eine besondere Herausforderung war der Winter 2025/26. Die Straßen waren teilweise so glatt, dass die Müllfahrzeuge sie nicht befahren konnten. Viele Behälter konnten nicht geleert werden, Sperrmüll oder Gelbe Säcke blieben liegen. Die Müllwerker haben in der Zeit viele Überstunden geleistet und mussten aufgrund von Nachholtouren oft zusätzlich an den Wochenenden arbeiten.

Hier lauert eine Gefahr für die Müllwerker

Eine Gefahr für die Müllwerker geht von illegal im Hausmüll entsorgten Elektrogeräten aus. Wenn beispielsweise elektrische Zahnbürsten oder Einweg-E-Zigaretten achtlos im Restabfallbehälter entsorgt werden und die fest verbauten Akkus in den Geräten in der Müllpresse komprimiert werden, führt das häufig zu Kurzschlüssen oder dem sogenannten „Thermal Runaway“, einer unkontrollierten chemischen Erhitzung im Fahrzeug.

Die Akkus entzünden sich explosionsartig und setzen die umliegenden Abfälle in Brand. Diese Brände in der Abfallwirtschaft verursachen nicht nur Schäden in Milliardenhöhe, immer wieder kommt es auch zu Verletzungen von Müllwerkern.

Abfallberatung gibt Tipps für die richtige Abfalltrennung

Ein sauberer Landkreis Stade gelingt aber nur mit der Hilfe der Bürger. Wenn sie sorgfältig trennen, erleichtern sie die Arbeit der Müllabfuhr und sorgen für eine gute Qualität der gesammelten Bioabfälle und Wertstoffe, so Gabriele Mahr, Abfallberaterin des Landkreises Stade. „Fehlwürfe erschweren die Verwertung und verursachen zusätzliche Kosten.“

Der Abfallberatung der Kreisverwaltung gibt Tipps, damit jeder Haushalt einen Beitrag zum Ressourcenschutz leisten kann:

  • Abfälle konsequent trennen und Fehlwürfe vermeiden;
  • Sperrmüll und Abfallbehälter rechtzeitig bis spätestens 7 Uhr morgens gut zugänglich bereitstellen;
  • Ressourcen durch Abfallvermeidung schonen;
  • Behälter nicht überfüllen, der Behälterdeckel muss sich noch schließen lassen;
  • Fällt mal etwas mehr Restabfall an, können 50-Liter-Beistellsäcke mit dem „Landkreis Stade“-Aufdruck im Einzelhandel erworben und zusammen mit dem Restabfallbehälter bereitgestellt werden;
  • Abfälle nicht verpressen, damit sie sich beim automatischen Leerungsvorgang aus der Mülltonne lösen.

Weitere Infos um das Thema Abfall und Mülltrennung bietet das Amt Abfall und Kreislaufwirtschaft auf seiner Internetseite. Bei Fragen zur Abfuhr der Behälter ist die Karl Meyer Kommunalentsorgung GmbH der richtige Ansprechpartner. (sal)

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel