436 Neuinfektionen – Inzidenz im Kreis Stade klettert auf über 700
Sequenzierproben für Untersuchungen von Corona-Proben in einem Labor für Corona-Varianten. Foto: Jens Büttner/dpa
Mehr als 25.000 Menschen haben sich im Kreis Stade seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus angesteckt. 436 weitere Infektionen wurden nachgewiesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt - im Vergleich zum Vortag und zur Vorwoche.
Nach dem Meldeverzug vom Wochenende ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen im Landkreis Stade wieder angestiegen. Die Inzidenz liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Dienstag bei 781,1 (Stand: 8. März, 3.31 Uhr). Am Vortag hatte der Wert bei 689 gelegen. Am Dienstag vor einer Woche verzeichnete das RKI für den Kreis Stade einen Sieben-Tage-Wert von 649,1.
Der Landkreis registrierte 436 weitere Neuinfektionen (Stand: 7. März, 17 Uhr). Insgesamt wurden seit Pandemiebeginn 25.074 Menschen im Kreis Stade und damit etwa 12 Prozent der Einwohner nachweislich positiv auf das Coronavirus getestet. Aktuell sind den Angaben zufolge 2734 (-43 gegenüber der Vormeldung) infiziert. 22.166 Personen gelten als genesen – und damit 477 Menschen mehr im Vergleich zur Vormeldung.
Gesundheitsexperten gehen jedoch von einer hohen Zahl von Fällen aus, die derzeit nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte es eine größere Zahl von Menschen geben, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen – die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.
13 Covid-19-Patienten in den Elbe Kliniken
Die Zahl der Verstorbenen an oder mit dem Coronavirus bleibt unverändert bei 174. In den Elbe Kliniken in Stade und Buxtehude werden mit Stand vom 8. März (Quelle: IVENA) unverändert 13 Covid-19-Patienten stationär behandelt. Zwei von ihnen - eine Person weniger als am Dienstag - liegen auf der Intensivstation.
Nach monatelangen Corona-Beschränkungen sind seit Freitag gelockerte Regeln in Kraft. Die Rückkehr zur 3G-Regel lässt vor allem Ungeimpfte wieder mehr teilhaben. In welchen Bereichen es Lockerungen gibt.
Inzidenzen in den Nachbarkreisen
- Cuxhaven: 1.001,9 (Vortag: 986,8)
- Harburg: 932,8 (Vortag: 911,7)
- Rotenburg: 879,7 (Vortag: 610,4)
(Stand: RKI, 8. März, 31 Uhr)
Bundesweite Inzidenz erhöht sich weiter
Das Robert Koch-Institut hat den sechsten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1293,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1259,2 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1213 (Vormonat: 1441). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 156.799 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 122.111 Ansteckungen.
Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.
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Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 324 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 235 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 16.026.216 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 6,06 an (Freitag mit 6,35). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.
Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstag mit 12.525.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 124.450.
Die Testergebnisse vom Wochenende werden im Landkreis Stade erst mit Verzögerung an das RKI übermittelt. (Symbolbild). Foto: Michael Kappeler/dpa