871 neue Fälle über Ostern: Inzidenz im Landkreis Stade steigt wieder
Über das Osterwochenende wurden im Landkreis Stade 871 neue Corona-Fälle nachgewiesen. Foto: dpa
Die Trendwende kommt nicht überraschend: Während der Ostertage hat das Kreis-Gesundheitsamt keine Zahlen an das Robert Koch-Institut übermittelt. Erst jetzt fließen die neuen Fälle in die Berechnung der Inzidenz ein - und sorgen für einen sprunghaften Anstieg.
Das Robert Koch-Institut weist für den Landkreis Stade am Mittwochmorgen eine Inzidenz von 840,5 aus (Stand: 20. April, 3:11 Uhr). Über Ostern war der Wert beständig gesunken, lag am Dienstag bei 723,6 und am Montag mit 936,9 erstmals seit dem 10. März wieder unter der 1000er-Marke.
Das tatsächliche Infektionsgeschehen im Landkreis Stade haben die Zahlen über die Feiertage allerdings nicht widergespiegelt. Wie üblich übermittelt das Kreis-Gesundheitsamt am Wochenende und an Feiertagen keine aktuellen Informationen an das RKI. Nach dem verlängerten Wochenende sind jetzt 871 neue Corona-Fälle in die Statistik eingeflossen.
Drei Corona-Patienten auf der Intensivstation
In den Elbe Kliniken in Stade und Buxtehude werden mit Stand von Mittwoch, 20. April, 22 Covid-19-Patienten stationär behandelt, das sind sieben mehr als am Vortag. Drei von ihnen liegen auf der Intensivstation (-1 gegenüber dem Vortag). (Quelle: FRL Stade)
Inzidenzwert in den Nachbarkreisen
- Cuxhaven: 924,9 (Vortag: 1011,4)
- Rotenburg: 439,6 (Vortag: 835,3)
- Harburg: 1030,8 (Vortag: 796,0)
Stand 20. April, 3.11 Uhr, Quelle: RKI
Auch die bundesweite Inzidenz steigt
Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der bundesweiten Neuinfektionen pro 10.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 688,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 669,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1044,7 (Vormonat: 1708,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 198.583 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 176 303 registrierte Ansteckungen.
Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 348 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 361 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 23.658.211 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 3,48 an (Donnerstag: 6,41). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen, an Wochenenden und Feiertagen wird diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz nicht aktualisiert. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.
Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 20.609.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 133.308.