Anders als im Film: „Schindlers Liste“ kommt auf die Theaterbühne
Bühnenfassung über die Geschichte von Oskar Schindler. Foto: imagemoove
„Schindlers Liste“ gehört zu den herausragenden Filmen über die NS-Zeit und ist auch als Theaterstück eine „Geschichtsstunde“ der besonderen Art, die Anfang November im Stadeum und auf der Halepaghen-Bühne läuft.
Wie gelang es dem deutschen Unternehmer Oskar Schindler, mehr als 1000 Juden vor den NS-Vernichtungslagern zu bewahren? Die berührende Dramatisierung von Florian Battermann erzählt Oskar Schindlers unglaubliche Geschichte ganz anders als Steven Spielbergs bekannter Kinoklassiker „Schindlers Liste“.
Zum Theaterstück inspiriert wurde der Autor durch einen Artikel im „Spiegel“, der von einem zufälligen Fund eines Koffers auf einem Dachboden in Hildesheim berichtet. Ein Koffer voller Dokumente des Unternehmers Oskar Schindler. Das Publikum taucht mit diesem Fund in die unbegreiflichen Geschehnisse rund um Schindlers Firma im von den Nazis besetzten Krakau und später im mährischen Brünnlitz ein. In dichten, atmosphärischen Szenen zeichnet Autor Florian Battermann die Geschichte des Unternehmers nach, der es meisterhaft verstand, Beziehungen aufzubauen, zu pflegen und für sich zu nutzen – zunächst für den Aufbau einer eigenen Firma, dann auch für die Rettung durch die Nazis unmittelbar bedrohter Juden, die er als Arbeitskräfte kaufte und damit vor Deportation und Ermordung bewahrte.
Schauspieler schlüpfen in mehrere Rollen
Dabei rückt das Publikum nahe an das Geschehen und die Figuren heran, die von zwölf Schauspielern gespielt werden, die immer wieder in mehrere Rollen schlüpfen. Schauspieler Ingo Brosch, bekannt aus den Serien „Rote Rosen“ und „Die Wache“, übernimmt in der Inszenierung von Lajos Wenzel anstelle des ursprünglich angekündigten Stefan Bockelmann die Rolle des Oskar Schindler. Die Bühnenversion, die sicherlich für ein berührendes Theatererlebnis sorgt, entstand für die Konzertdirektion Hannover in Co-Produktion mit der Landesbühne Rheinland-Pfalz. Im Stadeum gibt es vorab eine Einführung um 19 Uhr.
Tickets für den Abend im Stadeum am Dienstag, 2. November, um 19.45 Uhr. sind erhältlich unter Telefon 0 41 41/ 40 91 40 und www.stadeum.de. Karten für Buxtehude am 3. November gibt es unter www.buxtehude.de oder direkt im Servicecenter im historischen Rathaus in der Breiten Straße, Telefon 0 41 61/ 5 01 23 23. Für den Zugang gilt die 3-G-Regelung sowie eine Kontaktdatenerfassung. Das Publikum wird weiterhin mit Abstand platziert.