Ausgezeichnete Textil-Künstlerin sucht das Gespräch mit Buxtehudern
Die „Kunstück“-Gewinnerin Andrea Ziegler . Foto: Hansestadt Buxtehude
Andrea Ziegler ist Textil-Künstlerin und Gewinnerin des ersten Buxtehuder „Kunstücks“. In ihre Bilder sollen auch die Erfahrungen von Buxtehuderinnen und Buxtehudern einfließen. Deshalb sucht die Künstlerin jetzt das Gespräch – im Glashaus.
Die Gewinnerin des ersten Buxtehuder „Kunstück“, die bildende Künstlerin Andrea Ziegler, sucht das Gespräch mit Buxtehudern. In dem Glashaus vor dem Café Baham auf dem St.-Petri-Platz sind alle eingeladen, am Donnerstag und am Freitag, 1. Juli, von 11 bis 17 Uhr mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen.
Die in Hamburg lebende Textil-Künstlerin hat sich in diesem Projekt darauf fokussiert, subjektive Kartografien zu erstellen – mit der Nähmaschine auf Stoff. Dabei entstehen farbenfrohe und abstrahierte Pläne, etwa von globalen Wegen, Handelsrouten oder von Gas-Pipelines. Inspiration holt sich die gebürtige Weidenerin durch fachliche Recherchen und Gespräche mit Menschen. In Buxtehude hat sie im Laufe der letzten Monate das Gespräch gesucht. Nicht nur in die Innenstadt, auch in Wohngebiete ist sie gegangen, um dort mehr über die Stimmung zu erfahren und persönliche Einschätzungen von Buxtehudern zu bekommen. „Ich verknüpfe bei meiner Arbeit meine Erfahrungen mit denen hier vor Ort – so kommt das Lokale und das Globale zusammen“, sagt Andrea Ziegler. Sie arbeitet seit längerem an den Themen „Heimaten“, Fremde und Zuhause, Multikulturalismus und Kosmopolitismus. „Teil des Experiments war auch immer eine Art Eigenintegration: Mich beschäftigt die Frage, wie finde ich mich als Fremde in einer neuen Umgebung zurecht.“ An den Tagen im Glashaus bringt sie ein paar ihrer Arbeiten mit. „Ich freue mich auf viele Gespräche und sammle noch viele Eindrücke, ab August entstehen dann Bilder.“
Ziegler überzeugt die Jury
Die Jury vom „Kunstück“ überzeugte Ziegler mit ihren „Globalisierungsrouten“. Sie zeigte sich von der Arbeit und spezifischen Arbeitsweise überzeugt, weil sie eindrücklich verdeutliche, wie wichtig es sei, sich zuhörend und künstlerisch aktiv in gesellschaftliche Prozesse einzubringen. Neben einem Preisgeld in Höhe von 2000 Euro erhält die Preisträgerin Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Konzeptidee seitens der Kulturförderung in Höhe von bis zu 10 000 Euro. (bt)