BVB-Chef Cramer: HSV ein mahnendes Beispiel
BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer sitzt während der Hauptversammlung auf dem Podium. (Archivbild) Foto: Bernd Thissen/dpa
Tradition schützt nicht vor dem Absturz. Das erlebte der HSV in der jüngeren Vergangenheit. Warum das Spiel für BVB-Chef Cramer besonders ist.
Dortmund. Clubchef Carsten Cramer von Borussia Dortmund hat die besondere Bedeutung der Partie gegen den norddeutschen Traditionsclub Hamburger SV herausgestellt. „Gemessen an der Nachfrage ist diese Partie das zweitgrößte Spiel nach den Bayern“, sagte der Sprecher der BVB-Geschäftsführung dem „Hamburger Abendblatt“ vor der Partie in der Fußball-Bundesliga am Samstag (18.30 Uhr/Sky).
Gleichzeitig sieht er im HSV, der sieben Jahre in der 2. Liga spielte und erst im vergangenen Sommer aufgestiegen war, „ein mahnendes Beispiel, dass Tradition und Größe einen nicht davor bewahren, dass es sich auch ganz schnell in eine unerwünschte Richtung entwickeln kann. Man sollte sich wirklich immer darüber im Klaren sein, auf welch schmalem Grat man sich da bewegt.“
Cramer: „Der HSV ist schon ein großer Club“
Cramer arbeitete Anfang des Jahrtausends für ein Vermarktungsunternehmen und war dabei für den HSV zuständig. „Der HSV ist schon ein großer Club, und nicht umsonst haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder davon gesprochen, wie gut und wichtig es ist, Vereine wie den HSV, wie Köln und am Ende auch Schalke in der Bundesliga zu haben.“
In der Hinrunde trennten sich beide Teams im Volksparkstadion 1:1 nach einem späten Treffer in der Nachspielzeit des HSV-Profis Ransford Königdörffer. Dortmund steht als Zweiter in der Tabelle, der HSV ist Elfter.