Bahn: Hamburgs neue Sternbrücke ist eingebaut
Angekommen: Die neue Sternbrücke hat ihren Zielort erreicht. Von Ende August an werden wieder rund 1.000 Züge täglich über sie rollen und damit den Hauptbahnhof und den Bahnhof Altona miteinander verbinden. Foto: Christian Charisius/dpa
Was für ein Projekt: Tagelang fährt eine mehr als 100 Meter lange Eisenbahnbrücke in Hamburg-Altona durch eine enge Straßenschlucht. Nun ist sie da, wo sie hingehört. Bis Züge rollen, dauert es noch.
Hamburg. Es ist ein Meilenstein eines spektakulären Bahn-Bauprojektes mitten in Hamburg-Altona: Der Rohbau der neuen Sternbrücke ist nach stundenlanger, nächtlicher Vorarbeit komplett eingebaut worden. „Seit 7.00 Uhr liegt sie wirklich auf und ist damit abgestapelt“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn.
Der 3.700-Tonnen-Koloss wurde damit erfolgreich eingeparkt. In der Nacht zu Freitag hatte die 108 Meter lange und 21 Meter breite Eisenbahnbrücke die letzten etwa 500 Meter entlang der Max-Brauer-Allee hinter sich gebracht und wurde gegen 3.00 Uhr in ihre Endlage zum Absenken gedreht. Das von einem Schwerlastfahrzeug mit mehr als 1.000 Rädern durch die Straße gerollte Bauwerk hatte dabei teils nur etwa 20 Zentimeter Abstand zu den Hauswänden.
Bis Ende August sollen rund um die Uhr die Restarbeiten abgeschlossen werden. Am 31. August sollen wieder fast 1.000 S-Bahnen, Fern- und Nahverkehrszüge über die viergleisige Brücke rollen.