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Warum dieser Zufallsfund in Bremen so bedeutend ist

Experten haben zufällig ein uraltes, römisches Schwert gefunden.

Experten haben zufällig ein uraltes, römisches Schwert gefunden. Foto: Sina Schuldt/dpa

Eigentlich waren sie auf der Suche nach möglichen Bomben - doch dann fanden Mitarbeiter eines Kampfmittelräumdienstes eine ganz andere Waffe.

Von dpa 15.09.2026, 15:05 Uhr
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Bremen. Mitarbeiter eines Kampfmittelräumdienstes haben zufällig ein uraltes römisches Schwert in Bremen entdeckt. „Es ist wirklich einzigartig, nicht nur für Bremen, sondern für ganz Norddeutschland“, sagte Landesarchäologe Dieter Bischop. Bislang seien nur wenige ähnliche Funde aus Schleswig-Holstein bekannt, etwa aus dem Thorsberger Moor. 

Was über den wertvollen Fund bisher bekannt ist

Experten gehen davon aus, dass ein germanischer Soldat das Schwert Ende des zweiten Jahrhunderts oder Anfang des dritten Jahrhunderts nach Christus absichtlich in den Boden rammte. „Das war sicherlich einer der Clanchefs oder so hier in der Gegend“, sagte Bischop. Nur wenige Menschen hätten es sich damals leisten können, eine so teure Waffe zurückzulassen. „Vielleicht aus Dankbarkeit, dass man heile als Söldner aus dem Römischen Reich zurückgekehrt ist.“

Das Schwert steckte senkrecht im Boden.

Das Schwert steckte senkrecht im Boden. Foto: Sina Schuldt/dpa

Das Schwert steckte in etwa 3,5 Meter Tiefe senkrecht im Boden. Erste Untersuchungen des Bodens legen nahe, dass dort einst ein Fluss oder ein See war. Eine senkrecht steckende Waffe im Grund eines Gewässers sei charakteristisch für germanische Opferrituale der römischen Kaiserzeit, erklärte der Landesarchäologe. Erbeutete Schwerter sollten so der menschlichen Welt entzogen und als Opfergabe an die Götter übergeben werden.

Der Fund ist noch gut erhalten, auch ein sogenanntes Ortband steckte in der Erde.

Der Fund ist noch gut erhalten, auch ein sogenanntes Ortband steckte in der Erde. Foto: Sina Schuldt/dpa

Schwert soll ausgestellt werden

Der Fund ist gut erhalten, an der Spitze der 90 Zentimeter langen Eisenklinge befand sich noch ein bronzenes Ortband. „Dass das so tief in der Erde alles zusammensteckte, das ist nicht normal“, sagte Bischop. Die Experten wollen den Fundort und das Schwert noch genauer untersuchen, bevor der Fund im Bremer Focke-Museum zu bewundern sein wird.

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