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Prozess

Maschsee-Mörder beteuert Unschuld

Beteuert seine Unschuld: der sogenannte Maschsee-Mörder

Beteuert seine Unschuld: der sogenannte Maschsee-Mörder Foto: Henning Kaiser/dpa

Alexander K., der sogenannte Maschsee-Mörder, steht erneut vor Gericht. Diesmal soll er in Düsseldorf eine Frau misshandelt haben. Er bestreitet das.

Von dpa 15.09.2026, 13:20 Uhr
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Düsseldorf. Der sogenannte Maschsee-Mörder, der in Düsseldorf wegen neuer Gewaltvorwürfe vor Gericht steht, hat seine Unschuld beteuert. „Ich habe echt nichts gemacht“, sagte der 38-Jährige. Er ist wegen gefährlicher Körperverletzung und Geiselnahme angeklagt. Seine Ex-Freundin hatte ausgesagt, von ihm misshandelt und eingesperrt worden zu sein.

„Ich war von den Vorwürfen komplett schockiert“, sagte der Angeklagte in seiner rund zweistündigen Einlassung. Der vorbestrafte Mörder stellte die Gewaltvorwürfe als Intrige seiner damaligen Lebensgefährtin dar. Die habe ihm Psychopharmaka ins Essen gemischt und systematisch die Community zerstört, die er sich als Influencer aufgebaut habe. „Sie hat sogar meine Mutter manipuliert“, sagte er. Dem 38-Jährigen drohen bis zu 15 Jahre Haft und möglicherweise Sicherungsverwahrung.

Am Maschsee in Hannover werden Spuren gesichert. (Archivbild)

Am Maschsee in Hannover werden Spuren gesichert. (Archivbild) Foto: Emily Wabitsch/dpa

Nach Verbüßung seiner Haftstrafe wegen Mordes war er im vergangenen Jahr freigekommen und zu seiner neuen Freundin nach Düsseldorf gezogen. Am 22. Dezember und Anfang Januar soll er sie dann gewürgt, geschlagen, misshandelt und in der Wohnung eingesperrt haben. Der Angeklagte bestritt dies: Er sei noch an Heiligabend mit ihr zu ihren Eltern gereist und habe Weihnachten dort mit ihr verbracht.

Der Maschsee-Mörder kommt erneut vor Gericht. (Archivbild)

Der Maschsee-Mörder kommt erneut vor Gericht. (Archivbild) Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Der Maschsee-Mord

Alexander K. war 2013 wegen Mordes an einer Prostituierten in Hannover zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden und hat diese Strafe verbüßt. Er hatte 2012 in Hannover eine aus Ibbenbüren in NRW stammende 44-jährige Prostituierte getötet, zerstückelt und die Leichenteile in den Maschsee geworfen. Pure Mordlust habe ihn getrieben, stellte das Landgericht Hannover damals fest und wies den Mann in eine Psychiatrie ein.

Nach seiner Haftentlassung hatte er im Internet mit seiner Tat kokettiert und sich eine Gefolgschaft aufgebaut. „Ich hatte bei TikTok eine Million Views“, sagte er. Er habe aber anfangs auch 500 Drohungen pro Tag bekommen. Einer seiner größten „Hater“ sei der Sohn der Frau gewesen, die er umgebracht habe. Der Prozess am Düsseldorfer Landgericht wird am Donnerstag fortgesetzt.

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