Das gab‘s noch nie: Wolf in Hamburger Stadtgebiet überfahren
Auf Hamburger Stadtgebiet ist erstmals ein Wolf überfahren worden. (Symbolbild) Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Dass auch in den Stadtgrenzen Wölfe leben, ist schon länger bekannt. Nun ist ein Tier überfahren worden.
Hamburg. Im Hamburger Südosten ist erstmals ein Wolf auf dem Gebiet der Hansestadt überfahren worden. Das Tier sei mitten in der Nacht auf der Autobahn 25 bei Curslack mit einem Auto kollidiert, teilte die Umweltbehörde mit. Der Autofahrer blieb bei dem Unfall unverletzt. Das etwa 28 Kilogramm schwere Tier verendete aufgrund des heftigen Zusammenstoßes direkt an der Unfallstelle.
Der Kadaver des Wolfes war noch in der Nacht zum Freitag geborgen worden und soll nun wie üblich in das Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin überführt werden. Die Herkunft des Tieres werde zudem mit Hilfe von genetischen Proben bestimmt.
Erster Wolf vor mehr als zehn Jahren in Hamburg gesehen
Wölfe wurden der Umweltbehörde zufolge 2013 das erste Mal in Hamburg gesehen. Seit fast zehn Jahren arbeiten deshalb mehrere Wolfsbetreuerinnen und Wolfsbetreuer für die Stadt. Seit 2013 hat es auf dem Hamburger Stadtgebiet 21 eindeutige Nachweise von Wölfen gegeben.
Der rollende Verkehr ist bundesweit übrigens mit Abstand die größte Gefahr für Wölfe. Seit ihrer Rückkehr Anfang der 2000er-Jahre wurden bundesweit 1.031 tödliche Verkehrsunfälle gemeldet. „Seit 2020 sterben bundesweit zwischen 100 und 150 Wölfe jährlich an den Folgen eines Zusammenpralls mit motorisierten Fahrzeugen“, teilte die Umweltbehörde mit. Wer einen Wolf oder ein anderes Wildtier anfährt, sollte das stets sofort der Polizei melden.
Wer in der freien Natur einem Wolf begegnet, sollte sich der Behörde zufolge laut bemerkbar machen, Abstand halten und nicht weglaufen.