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Fußball

Das entscheidet sich am 34. Bundesliga-Spieltag

Stuttgart hat gute Champions-League-Chancen.

Stuttgart hat gute Champions-League-Chancen. Foto: Tom Weller/dpa

Drei Königsklassen-Teilnehmer stehen in der Bundesliga fest. Die weiteren Entscheidungen fallen beim großen Finale am kommenden Samstag.

Von dpa Montag, 11.05.2026, 05:30 Uhr

Frankfurt/Main. Die Fußball-Bundesliga steht vor ihrem großen Finale. An diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) sind alle 18 Clubs am 34. Spieltag im Einsatz. Eine spannende Meisterentscheidung gibt es nicht, der FC Bayern München steht seit dem 30. Spieltag als Titelträger fest. Klar ist auch, dass Borussia Dortmund und RB Leipzig in der kommenden Saison in der Champions League spielen. Die größte Spannung verspricht der Abstiegskampf.

Was entscheidet sich am letzten Spieltag? Und wie viele Teams sind in die Entscheidungen involviert? Ein Überblick:

Champions League

Der VfB Stuttgart (61 Punkte, +22 Tore) hat die besten Chancen, das Königsklassen-Quartett zu komplettieren. Bei einem Sieg bei Eintracht Frankfurt stehen die Chancen exzellent, Platz vier zu verteidigen. Die TSG Hoffenheim (61 Punkte, +17 Tore) könnte dann nur vorbeiziehen, wenn sie im Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach die um fünf Treffer schlechtere Tordifferenz aufholt.

Spielt Stuttgart nur unentschieden, kann Hoffenheim mit einem Sieg vorbeiziehen. Verliert der VfB, reicht der TSG ein Punkt zu Platz vier. Verlieren allerdings beide Vereine, kann Bayer Leverkusen (58 Punkte, +21 Tore) mit einem Heimsieg gegen den Hamburger SV das Duo sogar noch überholen. Einen fünften deutschen Königsklassen-Startplatz kann sich nur der SC Freiburg sichern, wenn er das Finale in der Europa League am 20. Mai in Istanbul gegen Aston Villa gewinnt.

Europa League

Wer im Rennen um den vierten Königsklassen-Platz leer ausgeht, landet in der Europa League. Hier werden also aus dem Trio Stuttgart, Hoffenheim und Leverkusen zwei Clubs gesucht. Das Abschneiden von Titelverteidiger Stuttgart im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern am 23. Mai in Berlin ist für die Vergabe der deutschen Startplätze unerheblich.

Conference League

Chancen auf den dritten Europapokal-Wettbewerb haben noch Freiburg (44 Punkte, -9 Tore), Eintracht Frankfurt (43 Punkte, -4 Tore) und der FC Augsburg (43 Punkte, -12 Tore). Das Schicksal von Frankfurt und Augsburg hängt von Freiburg ab. Gewinnen die Breisgauer gegen RB Leipzig, sind sie definitiv international dabei. 

Der SC Freiburg kann aus eigener Kraft die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb klarmachen.

Der SC Freiburg kann aus eigener Kraft die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb klarmachen. Foto: Marcus Brandt/dpa

Verlieren die Freiburger das Europa-League-Finale, spielen sie als Tabellensiebter in der Conference League. Bei einem Triumph gibt es das Debüt in der Königsklasse - und in der kommenden Saison keinen deutschen Vertreter in der Conference League. 

Sollte Freiburg die Saison aber auf Platz acht oder neun beenden, wäre der Bundesliga-Siebte unabhängig vom Ausgang des Europa-League-Endspiels international dabei. Frankfurt hat vor dem Spiel gegen Stuttgart dank der besseren Tordifferenz die bessere Ausgangslage als Augsburg, das beim 1. FC Union Berlin antritt. 

Abstieg

Das große Endspiel findet in Hamburg statt, wo der FC St. Pauli und der VfL Wolfsburg aufeinandertreffen. Der Verlierer steigt definitiv ab. Doch selbst den Sieger könnte es erwischen, weil der 1. FC Heidenheim punktgleich in das Saison-Finale geht. Holt das Team von Trainer Frank Schmidt gegen den FSV Mainz 05 drei Zähler, würde im Vergleich mit dem Gewinner des Nord-Duells die bessere Tordifferenz über den Gang in die Zweitklassigkeit entscheiden.

Wolfsburg will in die Relegation.

Wolfsburg will in die Relegation. Foto: Swen Pförtner/dpa

Die beste Ausgangsposition hat Wolfsburg (26 Punkte, -26 Tore) als Tabellen-16. Heidenheim und St. Pauli (beide 26 Punkte, -29 Tore) sind gleichauf, wobei das Team von der Ostalb mehr Treffer erzielt hat und deshalb in der Tabelle vor den Kiez-Kickern steht. 

Ein Remis zwischen St. Pauli und Wolfsburg würde bei einem Heidenheimer Erfolg sogar den Absturz beider Rivalen bedeuten. Gewinnt der FCH nicht, wäre dann Wolfsburg in der Relegation gegen den Dritten der 2. Liga.

Aufstieg

Der FC Schalke 04 kehrt in die Bundesliga zurück und hat die 2. Liga als Meister abgeschlossen. Die besten Chancen auf den Relegationsplatz hat die SV Elversberg (59 Punkte, +22 Tore). Im Heimspiel gegen Absteiger Preußen Münster dürfte den Saarländern schon ein knapper Sieg reichen. 

Naworcki und Hannover wollen aufsteigen.

Naworcki und Hannover wollen aufsteigen. Foto: David Inderlied/dpa

Es sei denn, Hannover 96 (59 Punkte, +16 Tore) oder der SC Paderborn (59 Punkte, +12 Tore) holen die deutlich schlechtere Tordifferenz noch auf - was jedoch unwahrscheinlich ist. Auch wenn alle drei Teams ihre Partien mit einem Remis beenden, bleibt Elversberg auf Platz zwei. Hannover könnte dann seine Chance in der Relegation suchen, Paderborn stünde als Vierter mit leeren Händen da. 

Die beiden Verfolger müssen also auf einen Ausrutscher von Elversberg hoffen und gleichzeitig ihre letzten Aufgaben erfolgreich bewältigen. Hannover empfängt den 1. FC Nürnberg, Paderborn gastiert bei Darmstadt 98. Die Relegationsspiele steigen am 21. und 25. Mai. Das Hinspiel findet beim Bundesligisten statt.

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