HSV gewinnt letztes Saison-Heimspiel gegen müde Freiburger
Torschützen unter sich: HSV-Verteidiger Luka Vuskovic (l) und Freiburgs Igor Matanovic. Foto: Marcus Brandt/dpa
Am Donnerstag feiert Freiburg mit dem Einzug in das Europa-League-Finale den größten Erfolg. In der Bundesliga verlieren die Breisgauer beim HSV. Für einen HSV-Star wird es ein großer Abschied.
Hamburg. Der SC Freiburg muss mit der Planung für die Europa-Reisen in der nächsten Saison noch warten. Drei Tage nach dem Einzug in das Finale der Europa League verloren müde Breisgauer beim Hamburger SV am Ende verdient mit 2:3 (1:1). Damit verpassten sie am vorletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga die vorzeitige Europapokal-Qualifikation.
Trotz der Niederlage haben die Freiburger (44) vor dem Saisonfinale gegen RB Leipzig die besten Chancen im Dreikampf mit Eintracht Frankfurt (43) und dem FC Augsburg (43) um den wichtigen Platz sieben.
Vor 57.000 Zuschauern im zum 17. Mal in dieser Saison ausverkauften Volksparkstadion brachte Bakery Jatta den HSV in Führung (14.), Igor Matanovic (16.) glich kurze Zeit danach aus. Nach der Pause sorgten Luka Vuskovic (64.) und Fabio Baldé (67.) mit ihren Toren für den sechsten Heimsieg in dieser Saison. Matanovic (87.) konnte nur noch verkürzen.
HSV kann befreit aufspielen
Für den HSV ging es im letzten Saisonspiel im heimischen Volksparkstadion um nichts mehr. Schon eine Woche zuvor hatte sich der Bundesliga-Rückkehrer den Klassenverbleib gesichert. So konnte die Mannschaft auf den Tag genau ein Jahr nach dem Aufstieg befreit aufspielen.
Nach dem 3:1-Kraftakt im Halbfinal-Rückspiel der Europa League gegen Sporting Braga hatte Freiburgs Trainer Julian Schuster sein Team nur auf zwei Positionen verändert. Auch beim HSV gab es nur zwei Wechsel. Dabei kehrte der überragende Abwehrchef Vuskovic in seinem wohl letzten Heimspiel in die Anfangsformation zurück.
Die HSV-Spieler wärmten sich mit Blick auf das Hamburger Olympia-Referendum am 31. Mai in speziellen Shirts mit der Aufschrift „Hamburg kann große Spiele“ auf. Ein großes Spiel wurde es nicht - weder vom HSV noch vom SC Freiburg. Unterhaltsam war es dennoch.

Endlich getroffen: HSV-Spieler Bakery Jatta bejubelt sein erstes Bundesliga-Tor. Foto: Marcus Brandt/dpa
Trotz Kraftakt macht der SC Freiburg Druck
Die Gäste machten zunächst Druck. In dieser Phase erwies sich Vuskovic einmal mehr als Fels in der Hamburger Deckung und verhinderte fast allein klare Chancen für die Freiburger.
Die Führung der Gastgeber fiel ein wenig überraschend. Jatta (14.) erzielte aus kurzer Entfernung sein erstes Bundesliga-Tor. Die Freude der Hamburger währte nicht lange. Zwei Minuten nach Jattas Treffer glich der Ex-St. Paulianer Matanovic mit seinem neunten Saisontor aus.

Umstrittener Jubel: Freiburgs Torschütze und Ex-St. Paulianer Igor Matanovic boxt eine HSV-Eckfahne nach seinem Treffer zum 1:1. Foto: Marcus Brandt/dpa
Was folgte: ein offenes Spiel mit Offensivaktionen auf beiden Seiten. Das Bemühen nach Struktur war bei beiden Mannschaften spürbar. Die gefährlichste Szene besaß HSV-Kreativkraft Fabio Vieira (19.), der mit einem Pfostenschuss Pech hatte.
Bemerkenswert: Nach knapp einer halben Stunde wurde es wegen eines medizinischen Notfalls in der HSV-Nordkurve für zehn Minuten still auf den Tribünen. Schon zuvor und auch zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Fans beider Seiten bei zwei weiteren Notfällen Feingefühl.
HSV mit besserem Start in die zweite Halbzeit
Die Hamburger kamen nach der Pause schwungvoller aus der Kabine. Den Freiburgern schien nach den Anstrengungen aus der Europa League die Kraft auszugehen. So kam der HSV zu mehr und mehr aussichtsreichen Szenen: Freiburgs Matthias Ginter blockte HSV-Jungstürmer Otto Stange (47.) im letzten Moment noch. Ransford Königsdörffer (52.) verzog aus zwölf Metern vor dem Freiburger Tor nur knapp.

Abschied mit Tor: HSV-Verteidiger Luka Vuskovic. Foto: Marcus Brandt/dpa
Dazwischen prüfte zwar Lukas Kübler (51.) HSV-Schlussmann Daniel Heuer Fernandes. Ansonsten taten sich die Gäste schwer. Vuskovic (64.) war es dann, der die Hamburger in Führung brachte. Der kurz zuvor eingewechselte Fabio Baldé (67.) machte dann alles klar. Die Freiburger hatten kaum mehr etwas entgegenzusetzen. Immerhin gelang Matanovic (87.) mit seinem zweiten Tor der Anschluss. Vieira traf für den HSV noch den Pfosten (90.+5).
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Olympia-Werbung für das Referendum: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) vor dem Anpfiff. Foto: Marcus Brandt/dpa

Feuerte sein Team an: Freiburgs Trainer Julian Schuster. Foto: Marcus Brandt/dpa