Zähl Pixel
Börse in Frankfurt

Dax-Rekordrally pausiert

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Der zuletzt rekordhungrige Dax hat am Montag eine Pause eingelegt. Nach dem „gewaltigen Anstieg“ fehle es nun etwas an Inspiration, schrieb Analyst Konstantin Oldenburger vom Handelshaus CMC Markets. Der deutsche Leitindex schloss 0,16 Prozent tiefer mit 18.742,22 Punkten. Damit bleibt er aber in Sichtweite seiner Bestmarke von knapp 18.846 Punkten vom Freitag. Die vergangene Woche hatte er mit einem Zuwachs von insgesamt 4,3 Prozent beendet - es war die beste Woche seit November vergangenen Jahres. Der MDax der mittelgroßen Börsenunternehmen gewann am Montag letztlich 0,30 Prozent auf 26.823,94 Punkte.

Von dpa Montag, 13.05.2024, 10:35 Uhr

Frankfurt/Main. Auch in Europa und in den USA kamen die Aktienkurse nur wenig von der Stelle. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verabschiedete sich ebenso wie die Märkte in Paris und London mit einem leichten Minus. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial zeigte sich zum europäischen Handelsende ähnlich wenig bewegt wie der technologielastige Nasdaq 100.

Im weiteren Wochenverlauf müssen die Anleger noch viele Quartalszahlen von Unternehmen einordnen. Dazu kommen am Mittwoch die US-Inflationsdaten als maßgeblicher Faktor für die weitere geldpolitische Entwicklung. Noch ist unsicher, wann die US-Notenbank Fed mit Zinssenkungen beginnen wird.

Automobilaktien waren zu Beginn der Woche europaweit gefragt, so auch im Dax, in dem Porsche AG und Continental mit Kursgewinnen von drei beziehungsweise knapp zwei Prozent vorne lagen. Unter den größten Verlierern fanden sich die um 2,2 Prozent schwächeren Anteile des Chipherstellers Infineon nach ihren Kursgewinnen der vergangenen Tage. Dax-Schlusslicht Deutsche Börse verzeichnete nach einem ebenfalls zuletzt guten Lauf ein Minus von 2,4 Prozent.

Im MDax setzte sich der Internetkonzern United Internet mit plus 6,7 Prozent an die Spitze. Analyst Karsten Oblinger von der DZ Bank verwies auf gute Nachrichten von der Bundesnetzagentur. Mit der Verlängerung bestehender Frequenznutzungsrechte für Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica sei unter anderem eine Verpflichtung von Telefonica verbunden, die Überlassung von Frequenzen an die United-Telekomtochter 1&1 fortzusetzen. 1&1 gewannen im Nebenwerte-Index SDax 4,6 Prozent.

Bei Hochtief reichte es für einen Kursanstieg von 1,4 Prozent. Der Baukonzern hatte im Auftaktquartal 2024 etwas mehr als im Vorjahreszeitraum verdient und bestätigte den Gewinnausblick. Quartalsberichte gab es zudem von einigen SDax-Unternehmen. Am auffälligsten waren Ceconomy, die am Ende 6,2 Prozent gewannen. Der Elektronikhändler rechnet beim operativen Gewinn im laufenden Geschäftsjahr mit einem besseren Wert als Analysten. 

Der Euro fiel mit zuletzt 1,0795 US-Dollar wieder knapp unter die Marke von 1,08 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0795 Dollar festgelegt.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,52 Prozent am Freitag auf 2,57 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,16 Prozent auf 124,36 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,02 Prozent auf 130,85 Zähler.

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Abwärtstrend bei Benzinpreisen hält an

Nach wie vor ist unklar, ob der Irankrieg ein baldiges Ende findet. An den Tankstellen bewegen sich die Spritpreise dennoch langsam, aber seit einigen Tagen kontinuierlich bergab.

Reiche warnt vor Alarmismus bei Kerosin

Der Finanzminister äußert sich zu Warnungen vor einer Knappheit bei Kerosin. Die Wirtschaftsministerin meldet sich auch zu Wort. Am Montag gibt es ein Treffen.

Filialnetz der Post hat gesetzeswidrige Lücken

Der Weg zur nächsten Postfiliale darf nicht allzu weit sein, so sieht es ein Gesetz vor. Doch mancherorts ist die Strecke länger als gedacht - oder man findet am Ort lediglich einen Automaten.

WWF: Vermieter sollen Extra-Heizkosten tragen

Noch ist unklar, was die Reform des Heizungsgesetzes für Mieter bedeutet. Denn der CO2-Preis steigt, zugleich sollen Heizungen mit fossilen Brennstoffen weiter betrieben werden können.