Der Schnee ist zurück im Norden - und er bleibt erst einmal
Schaulustige gucken sich die Eisschollen auf der Elbe an. Foto: Benjamin Haller/dpa
Winterliche Kulisse in Hamburg: Schnee bringt weiße Flecken bis ins Umland. Auch in den kommenden Tagen kann es noch schneien.
Hamburg. Der Schnee ist zurück und es wird noch mehr: Am Samstagabend hat es in Hamburg erneut geschneit. Auch im Umland habe es noch etwas Schnee gegeben, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Bis nach Bad Oldesloe seien weiße Flecken gemeldet worden.
Bis zum späten Vormittag ist nach DWD-Angaben noch mit Glätte durch überfrierende Nässe, Schneematsch oder in der vergangenen Nacht gefallenen Schnee zu rechnen. Die Lagezentren der Polizei hatten wegen der Glätte am Morgen aber keine Besonderheiten mitgeteilt.
Auch in den kommenden Tagen ist demnach mit Schnee zu rechnen. Dabei wird es laut der Vorhersage bis Montagabend in Ostholstein, Lauenburg und Hamburg verbreitet Mengen zwischen 10 und 20 Zentimeter, örtlich auch bis 25 Zentimeter geben.
Winter bleibt tonangebend in den kommenden Tagen

Es bleibt in den nächsten Tagen frostig und auch mit Schnee muss weiter gerechnet werden. Foto: Bodo Marks/dpa
Nach Nordwesten hin nimmt die Schneefallmenge den Meteorologen zufolge ab. In Nordfriesland werden etwa überwiegend Mengen um 2 Zentimeter erwartet.
Die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt. Auch leichte Plusgerade sind möglich. Insbesondere wegen des Winds könnten sich die Temperaturen deutlich kälter anfühlen, als sie tatsächlich seien, sagte der Meteorologe.
Auch zur Wochenmitte rechnet der DWD mit Schnee, bevor die Temperaturen zum Ende der kommenden Woche langsam wieder anziehen. „Doch bis dahin bleibt der Winter tonangebend: kompromisslos, kalt und eindringlich“, heißt es in einer Mitteilung.
Eisberge ziehen weiter Schaulustige an

Die Menschen wandern zwischen den Eisblöcken umher. Foto: Christian Charisius/dpa
Das Wetter hat auch schöne Seiten: Warm eingemummelt, kann man ein ungewöhnliches Naturschauspiel beobachten: Die Eisberge auf der Elbe bei Geesthacht ziehen weiter viele Neugierige an. Seit Tagen arbeitet die Eisbrecherflotte aus Geesthacht gegen eine Eisbarriere am Stauwehr. Dabei zerlegt sie die dicke Eisschicht auf der Elbe in kleinere Schollen, die bei Niedrigwasser am Elbufer liegen bleiben und sich zu Eisbergen auftürmen.
Polizei und Stadtverwaltung appellieren an die Besucher, die Wasserstände im Blick zu haben. Der Grund: der Wasserstand der Elbe unterliegt westlich von Wehr und Schleuse den Gezeiten. Viele unterschätzten, wie schnell der Pegelstand steige und wie man dann vom „Festland“ abgeschnitten werden könne. Zudem wird von der Stadtverwaltung davor gewarnt, die Eisschollen zu betreten.

Auch im Hafen von Hamburg ist Eis und Schnee zu sehen. Foto: Bodo Marks/dpa

Eisberge schwimmen auf der Elbe. Foto: Benjamin Haller/dpa