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Ausstellung

Dieses Kölner Kunst-Duett ist zu Gast bei Viebrock

Kurator Matthias Weber stellt zwei Kunstpositionen gegenüber, die ein spannungsvolles Zusammenspiel ergeben. Foto: Weselmann

Kurator Matthias Weber stellt zwei Kunstpositionen gegenüber, die ein spannungsvolles Zusammenspiel ergeben. Foto: Weselmann

Die Ausstellungsreihe im Viebrockhaus ist ein Schaufenster für zeitgenössische Kunst, das weit über die Region hinausreicht. Nun sind hier zwei Künstler aus Köln zu sehen, deren konzeptionelle Arbeiten beide auf ihre eigene Art mit Zeit und Licht spielen.

Von Fenna Weselmann Donnerstag, 17.11.2022, 15:30 Uhr

Die kommende Ausstellung der Kunstsammlung Viebrockhaus, die am Freitag, 18. November, um 18.30 Uhr im Bürogebäude der Firma am Grashofweg mit einer Vernissage eröffnet wird, steht unter dem Titel „Himmel und Ääd“. Wie es mit dem Dialekt anklingt, hat Kurator Matthias Weber diesmal seine Köln-Connection aktiviert und präsentiert mit Annette Wesseling und Friedhelm Falke zwei Kölner Kunstschaffende, die bereits gemeinsam ausgestellt haben und deren Kunstpositionen ein spannungsvolles Zusammenspiel ergeben.

Die Natur gestaltet mit

Die 1966 in Münster geborene Annette Wesseling arbeitet in ihrer Serie „UV-Graphic“ mit natürlichen Umwelteinflüssen. Dafür faltet und knickt die Künstlerin farbige Baumwolltücher, um diese dann - über Wochen und Monate auf dem Boden im Freien ausgebreitet - den sich verändernden Witterungsverhältnissen wie Niederschlag oder Sonneneinstrahlung auszusetzen.

Die Ergebnisse liegen irgendwo zwischen Zufall und Absicht, Fotografie und Malerei, dem Innen und Außen. So fängt Wesseling die zeitliche Dimension ein - sie spricht hier auch vom Reifen der Bilder - und die gestalterische Kraft der Natur, die unser normales Sehen nicht erfasst und sich erst durch ihre künstlerische Intervention offenbart.

Gegenüber von Realismus und Abstraktion

Friedhelm Falke, 1958 in Verden geboren, spielt auf andere Weise mit dem Faktor Zeit in Bezug auf die künstlerische Arbeit. Nachdem er jahrelang ausschließlich abstrakt gemalt hat, stellt er bei seiner Serie der Kontext-Bilder die „alte gegenständliche“ und die „neue abstrakte“ Malerei gleichberechtigt in Duo-Bildern zusammen.

So treten kleinformatige hyperrealistische, Früchte-Stillleben, die durch Lichtführung und Konzeption an die Blütezeit dieser Malereigattung im 17. und 18. Jahrhundert erinnern, in einen Dialog mit raumeinnehmenden, modernen, abstrakten Farbkompositionen. Oft verbinden sich diese Duette zu einem überraschend harmonischen Gesamtakkord, bei dem die konstruktive Sprache der modernen Malerei mit ihren Farbklängen in dem realistisch gemalten Gegenüber ihren Widerhall findet.

Führungen

Öffentliche Führungen bietet Kurator Matthias Weber am Sonnabend, 10. Dezember, um 16 Uhr, Sonntag, 29. Januar, um 15 Uhr, Sonnabend, 25. Februar, um 16 Uhr sowie zur Finissage am Sonntag, 12. März, um 15 Uhr. Es wird um Anmeldung unter Telefon 04164/ 8991-606 oder per Mail an kunstsammlung@viebrockhaus.de gebeten.

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