Dynamo Dresden siegt gegen schwache Bochumer mit 2:0
Jason Ceka von Dynamo Dresden erzielte gegen Bochum den 1:0-Führungstreffer. Foto: Robert Michael/dpa
Im ersten Heimspiel von Dynamo nach den Krawallen gegen Hertha bleibt es friedlich. Der Verein setzt erste Sicherheitsmaßnahmen um. Sportlich gibt es im Abstiegskampf positive Nachrichten.
Dresden. Im Spiel eins nach den Krawallen daheim gegen Hertha BSC haben sich die Ultras von Dynamo Dresden keine Ausschreitungen erlaubt und einen wichtigen Heimsieg der SG gefeiert. Gegen den VfL Bochum kamen die Elbestädter zu einem 2:0 (1:0) und verschafften sich etwas Luft im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga.
Auf den ersten direkten Abstiegsplatz haben die Sachsen fünf Punkte Vorsprung. Zudem rückten sie bis auf einen Zähler an Bochum (36) ran. Jason Ceka (5. Minute) hatte die Gastgeber vor 30.616 Zuschauern in Führung gebracht, nach dem Wechsel erhöhte Vincent Vermeij (59.).
Die frühe Führung von Ceka (5.) brachte wenig Rückenwind. Zwar hätte Kofi Amoako (14.) nach einem starken Solo erhöhen können, doch aus Nahdistanz scheiterte er an VfL-Keeper Timo Horn. Bochum hatte die erste hochkarätige Chance dank Mats Pannewig erst in der 18. Minute. Dynamos Ersatzkeeper Daniel Mesenhöler, der kurzfristig für Tim Schreiber (Muskelprobleme) in die Startelf rückte, war jedoch hellwach. Danach verflachte die Partie, Dynamo riskierte wenig, spielte zu viel hintenherum, statt die Tiefe zu suchen.
Bochum mit Trainer und Ex-Dynamo-Stürmer Uwe Rösler war zwar phasenweise stabil in der Defensive, aber zu ideenlos im Spielaufbau. Nach dem Wechsel bugsierte Vermeij (59.) nach erneuter Vorarbeit von Ben Bobzien den Ball mit der Sohle und Hacke über die Linie. Dann erwachte Dynamo nochmal und sicherte den Heimsieg.
Erste Details vom neuen Sicherheitskonzept
Alle Augen waren nach den Krawallen gegen Hertha BSC auf die Dynamo-Ultras gerichtet. Diese glänzten diesmal mit einer Choreographie und blieben bis zum Schlusspfiff friedlich.

Im Rudolf-Harbig-Stadion wurden erste Details des überarbeiteten Sicherheitskonzepts umgesetzt. So wurde der Gäste-Sitzbereich mit einer Plane und einem Netz zusätzlich gesichert. Foto: Robert Michael/dpa
Auch erste Details vom überarbeiteten Sicherheitskonzept im Stadion waren schon umgesetzt worden. So wurde der Sitzplatzbereich des Auswärtsblocks mit Netzen abgesperrt, um ein Überklettern der Bande zu verhindern.

Die Fans von Dynamo Dresden zeigen im K-Block eine Choreographie. Foto: Robert Michael/dpa