Energie-Trainer Wollitz will „bestes Saisonspiel“ sehen
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz peilt den Aufstieg in die zweite Liga an. (Archivbild) Foto: Julius Frick/dpa
Energie Cottbus startet mit dem Spitzenspiel in Osnabrück das stramme Restprogramm. Die erneute Rückkehr zum Ex-Verein lässt Energie-Trainer Wollitz emotional kalt.
Cottbus. Wiedersehensfreude bei der Rückkehr nach Osnabrück entwickelt Trainer Claus-Dieter Wollitz schon lange nicht mehr. Ein besonderes Spiel ist die kommende Auswärtspartie bezüglich des engen Aufstiegsrennens aber schon. „Ich werde alles dafür tun, dass meine Mannschaft am Sonntag das beste Spiel der Saison machen wird“, sagte Wollitz auf der Spieltags-Pressekonferenz vor der Begegnung bei Drittliga-Spitzenreiter VfL Osnabrück am Sonntag (13.30 Uhr/MagentaSport). Vor dem 33. Spieltag haben die Lausitzer als Dritter vier Punkte Rückstand auf Osnabrück.
Der ehemalige Spieler und Trainer der Niedersachsen, der insgesamt über zehn Jahre dem Verein angehört hatte, wird auch zum Abschluss der englischen Woche nicht großartig rotieren. Für den 60-Jährigen ist es entscheidend, vom eigenen Spiel überzeugt zu sein: „Das ist sehr lauf aufwendig und intensiv. Wenn wir das hinbekommen, haben wir diese Wucht. Dann sind wir schwierig zu bespielen. Darum geht es.“
„Egal, ob Osnabrück, Aachen oder Havelse“
Dabei weiß Wollitz um den Lauf der Mannschaft seines Kollegen Timo Schultz. „Osnabrück hat in 13 Spielen 32 Punkte geholt. Davor waren es 32 Zähler in 19 Spielen“, sagte Wollitz, kündigt dabei aber Gegenwehr an: „Wir haben auch an der Hafenstraße in ähnlicher Atmosphäre gewonnen. Wir müssen mutig sein und attackieren. Das sollte unsere DNA sein.“
Die Wiederkehr an die Bremer Brücke weckt bei Wollitz, der insgesamt schon über elf Jahre an der Seitenlinie der Lausitzer steht, keine Emotionen mehr: „Meine Gefühle sind so, dass wir sechs Spieltage vor dem Saisonende mit Cottbus um den Aufstieg spielen. Ansonsten ist es mir egal, ob wir in Osnabrück oder in Aachen oder Havelse spielen.“
Zudem warten auch noch Essen, Duisburg oder Wiesbaden in den restlichen Spielen auf Cottbus. Wollitz hat dabei seine eigene Zählweise zum Rest der Spielzeit: „Es sind nur noch zehn Stunden. Jeder Spieler hat die Motivation, den Aufstieg erreichen zu wollen.“