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Grundschulen

FDP Stade zum Ganztag: Land muss die Mehrkosten tragen

Szene aus einem Hort: Grundschülerinnen sind mit Bastelarbeiten beschäftigt. Horte werden abgeschafft, der Ganztagsbetrieb hält Einzug an den Grundschulen. Das führt zu Kritik.

Szene aus einem Hort: Grundschülerinnen sind mit Bastelarbeiten beschäftigt. Horte werden abgeschafft, der Ganztagsbetrieb hält Einzug an den Grundschulen. Das führt zu Kritik. Foto: Uwe Anspach/dpa

„Spart die Stadt an falscher Stelle?“ war ein TAGEBLATT-Artikel zur Einführung der Ganztagsschule am Mittwoch überschrieben. Die FDP Stade übt am damit verbundenen Ende der Horte Kritik.

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Von Lars Strüning
Freitag, 20.02.2026, 05:50 Uhr

Stade. Der FDP-Vorsitzende in Stade, Enrico Bergmann, schreibt: „Der aktuelle Artikel im TAGEBLATT zur Situation rund um die Ganztagsbetreuung und die bevorstehenden Hortschließungen zeigt deutlich, wie emotional und bedeutend dieses Thema für viele Familien in Stade ist.“ Die Sorgen von Eltern und die Stimme der pädagogischen Fachkräfte verdienten Respekt und eine ernsthafte politische Auseinandersetzung.

„Als Mitglied im Ausschuss für Schulen und Sport nehme ich diese Rückmeldungen sehr ernst“, sagt Bergmann. Seine Sicht auf die Dinge: Das Land Niedersachsen führt den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen ein – finanziert jedoch faktisch nicht den kompletten Ganztag. Die Kommunen und somit auch die Stadt Stade, blieben auf einem erheblichen Teil der Kosten sitzen.

Kommunen wie Stade entstehen Mehrkosten

Stade investiere ab dem kommenden Schuljahr jährlich 250.000 Euro zusätzlich in Personal für den Ganztag – und noch einmal einen vergleichbaren Betrag in den weiteren Ausbau der Ganztagsangebote. „Das zeigt: Stade übernimmt Verantwortung“, so Bergmann.

Er übt aber auch Kritik: Die rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen bleibt bei der Finanzierung des Ganztags hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück. Wer den Rechtsanspruch einführt, dürfe sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Bergmann: „Es reicht nicht, politische Versprechen zu formulieren und dann die Kommunen mit den finanziellen Folgen allein zu lassen.“ Hier werde ein strukturelles Problem geschaffen, das am Ende auf dem Rücken der Städte, Gemeinden – und letztlich der Kinder – ausgetragen wird, so Bergmann.

Pädagogische Fachkräfte sind unverzichtbar für die Entwicklung der Kinder. Qualität kostet Geld – und wer Qualität politisch verspricht, müsse sie auch vollständig finanzieren.

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Burchard Neumaier
20.02.202607:45 Uhr

FDP: was war das nochmal?

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