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Französischer Regisseur Bertrand Blier ist tot

Blier interessierte sich in seinen Filmen besonders für Begierde. (Archivbild)

Blier interessierte sich in seinen Filmen besonders für Begierde. (Archivbild) Foto: Ian Langsdon/EPA/dpa

Er machte Gérard Depardieu zum Star und galt als Skandalregisseur. Nun ist der französische Filmemacher Bertrand Blier gestorben.

Von dpa Dienstag, 21.01.2025, 07:00 Uhr

Paris. Er löste in Frankreich einige Kinoskandale aus: Der Kultregisseur Bertrand Blier ist tot. Blier starb im Alter von 85 Jahren, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf sein Umfeld berichtete. Der preisgekrönte Filmemacher („Die Ausgebufften“, „Zu schön für dich“) prägte das französische Kino der 1970er und 1980er Jahre. Er interessierte sich in seinen Werken besonders für Begierde, menschliche Triebe und soziale Schichten.

Blier wurde am 14. März 1939 bei Paris geboren. Sein Vater war der berühmte Schauspieler Bernard Blier. Erste Schritte als Regisseur macht Blier 1963 mit dem Dokumentarfilm „Hitler... nie davon gehört“, in dem junge Menschen über sich selbst, ihre Arbeit und Liebesaffären erzählen. Seinen Durchbruch schaffte er 1974 mit der Erotik-Satire „Die Ausgebufften“ über die rebellierende Jugend. Das provokante Roadmovie machte die Schauspieler Gérard Depardieu und Miou-Miou zu Stars. Der Film brachte ihm den Status als Skandalregisseur ein.

Immer wieder drehte der Filmemacher und Drehbuchautor mit Depardieu und trug zu dessen Aufstieg bei. Blier, der auch als Schriftsteller tätig war, gewann für den 1978 erschienenen Film „Frau zu verschenken“ den Oscar für den besten ausländischen Film.

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