Gedenken für getötete Asal an U-Bahnhof in Wandsbek
Bei mehreren Veranstaltungen wurde am Sonntag an der U-Bahnstation Wandsbek Markt in Hamburg der getöteten Asal gedacht. Foto: dpa
Drei Tage nach dem schrecklichen Tötungsdelikt an einem U-Bahnhof in Wandsbek kommen zahlreiche Menschen dort zusammen, um der getöteten Asal zu gedenken.
Hamburg. Zahlreiche Menschen haben in Hamburg der getöteten Asal gedacht. Am U-Bahnhof Wandsbek Markt wurden Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet. Insgesamt fanden am Sonntag drei Mahnwachen statt, zu denen die Familie des Opfers, die AfD sowie eine linke Gruppierung aufgerufen hatten.
Nach Angaben der Polizei waren die Gedenkveranstaltungen zeitlich nacheinander geplant. Rund 200 Menschen nahmen an der von der Familie organisierten Mahnwache teil, etwa 75 Menschen kamen zu der Kundgebung der AfD, rund 50 zu einer Gegenveranstaltung. Wegen der besonderen Lage waren viele Einsatzkräfte vor Ort. Zu Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen kam es nicht. Die letzte Mahnwache endete gegen 19.00 Uhr.
Die 18-jährige Iranerin war am Donnerstag von einem 25 Jahre alten Mann aus dem Südsudan vor eine einfahrende U-Bahn gerissen worden. Beide stürzten ins Gleis und starben. Die Mordkommission ermittelt.