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Tradition

Biikefeuer entlang der Westküste entfacht

Biike-Feuer sind Tradition in Nordfriesland.

Biike-Feuer sind Tradition in Nordfriesland. Foto: Frank Molter/dpa

Wer am Abend in Nordfriesland unterwegs ist, sieht vielerorts große Feuer brennen. Es ist der 21. Februar - und damit Zeit für die Biike. Der alte Brauch zieht Einheimische und Gäste an.

Von dpa Freitag, 21.02.2025, 21:00 Uhr

Sylt. Die traditionellen Biikefeuer haben am Freitagabend auf den Inseln und auf dem nordfriesischen Festland gelodert. „Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Lichtblick in der dunklen Jahreszeit“, sagte die Tourismus-Direktorin von St. Peter-Ording, Katharina Schirmbeck, der dpa. Zur Biike sei der Ort sehr belebt und das Biikebrennen in St. Peter-Ording bei Gästen und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Nach dem Fackellauf über den Deich wurde das traditionelle Biikefeuer vor der Kulisse der Seebrücke, der Salzwiesen und des Strandes entzündet.

Auch an anderen Orten auf dem Festland sollten Biiken entzündet werden - etwa in Tönning, Husum oder Friedrichstadt. Auf Sylt lodern traditionell neun Feuer, auf Amrum in jedem der fünf Inseldörfer eines. Auf Föhr werden jährlich 13 Feuer entzündet. Auch auf Pellworm, Nordstrand und den Halligen gibt es Biiken.

Das Biikebrennen gehört nach Angaben des Nordfriisk Instituuts in Bredstedt ebenso wie die Osterfeuer zu den Frühlingsfeuern, wie sie in ganz Deutschland an vielen Orten und verschiedenen Terminen abgebrannt werden. Biikefeuer gibt es allerdings nur in Nordfriesland.

Um die Biike ranken sich viele Legenden

Im Laufe der Jahrhunderte erfuhren die Biiken - das friesische Wort bedeutet so viel wie Bake oder Feuermahl - zahlreiche Wandlungen. Eine Zeit lang war diese Tradition vielerorts in Nordfriesland sogar fast verschwunden - bis sie im 19. Jahrhundert eine Renaissance erfuhr.

Aus dieser Zeit stammen auch viele der Legenden und Mythen, die sich um die Biike ranken. Dazu gehören nach Angaben des Nordfriisk Instituuts unter anderem die Vorstellungen, das Biikebrennen spiegele eine Verehrung des Gottes Wodan wider oder sei das Abschiedsfeuer für die auf Walfang auslaufenden Seeleute gewesen.

Bis Anfang der 1970er Jahre waren die Biiken nach Angaben des Nordfriisk Instituuts vor allem auf den Inseln verbreitet. Das änderte sich mit dem wiedererwachenden nordfriesischen Bewusstsein. Mittlerweile ist die Tradition nicht mehr nur bei Einheimischen beliebt, sondern auch bei vielen Touristen.

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J
Jochen Mextorf
22.02.202502:37 Uhr

Ab dem Tag ging man in NF ins Bett, ohne die Petroleum-Lampe anzuzünden.

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