Hoffenheims nächster Dämpfer im Rennen um Champions League
Waren Teil eines teils wilden Spiels: Augsburgs Fabien Rieder (links) und Fisnik Asllani von Hoffenheim. Foto: Harry Langer/dpa
Hoffenheim will nach zwei Niederlagen in der Bundesliga die Königsklasse nicht aus den Augen verlieren. Am Ende hat die Ilzer-Truppe noch Glück, dass Augsburg einen Elfmeter verschießt.
Augsburg. Der TSG Hoffenheim geht im Rennen um die Champions-League-Plätze weiter die Luft aus. Die Kraichgauer wendeten beim FC Augsburg zwar die dritte Niederlage nacheinander in der Fußball-Bundesliga ab. Durch das 2:2 (2:2) aber verpasste es die TSG, zumindest vorübergehend zu Leipzig und Stuttgart auf den Rängen drei und vier aufzuschließen. Am Wochenende könnte nun sogar Leverkusen in der Tabelle noch vorbeiziehen.
Von Königsklassen-Niveau war Hoffenheim in Augsburg weit entfernt - und hatte am Ende noch Glück: Alexis Claude-Maurice schoss in der 85. Minute den Ball bei einem Foulelfmeter übers Tor von DFB-Keeper Oliver Baumann und vergab somit die Riesenchance zum Sieg für den FCA.
Für die Gastgeber könnte der Punkt im Kampf um den Klassenverbleib indes wichtig sein - auch wenn der Ärger um den verpassten Dreier nach einer 2:0-Führung sichtbar war. Claude-Maurice (11. Minute) und Michael Gregoritsch (14.) hatten früh getroffen. Noch vor der Pause glich Hoffenheim dank der Treffer von Robin Hranac (35.) und Bazoumana Touré (42.) aus.
Verpatzte Anfangsphase der TSG
Nach den Niederlagen in Leipzig (0:5) und gegen Mainz (1:2) hatte Hoffenheim-Trainer Christian Ilzer noch betont, „nicht herumeiern“, sondern endlich wieder gewinnen zu wollen. Danach aber sah es zunächst nicht aus - sondern eher nach einer weiteren Klatsche à la RB. Schon nach einer Viertelstunde lagen die Gäste mit 0:2 in Rückstand und hatten sich diesen selbst zuzuschreiben.
Zunächst durfte Claude-Maurice weitgehend unbedrängt an der Strafraumgrenze an gleich mehreren Hoffenheimer vorbei dribbeln, ehe er den Ball platziert im Eck unterbrachte. Nur kurz danach ließ sich TSG-Verteidiger Ozan Kabak im Zweikampf um einen hohen Ball von Gregoritsch wegdrücken. Der Österreicher zog volley ab, Torhüter Baumann war erneut geschlagen - und das just in der Woche, in der nach Manuels Neuers Glanzparaden gegen Real Madrid mal wieder die Torhüterfrage für die WM im Sommer hochkochte.
Abwehrreihen überzeugen nicht
Dabei war dem Schlussmann, der mit seinem 518. Bundesliga-Einsatz in die Top Ten der ewigen Bestenliste vorstieß, bei den Aktionen kein allzu großer Vorwurf zu machen. Ganz im Gegenteil zu seinem Gegenüber und DFB-Kollegen Finn Dahmen: Der Augsburg-Keeper ließ beim Gegentor zum 2:2 einen Schuss aus spitzem Winkel am kurzen Pfosten passieren. Zuvor hatte Hranac nach einem Eckball per Flugkopfball aus geringer Höhe den Anschlusstreffer erzielt.
Die zwei Defensiv-Abteilungen bekleckerten sich vor der Pause also nicht mit Ruhm. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs hätte FCA-Stürmer Gregoritsch fast noch das 3:2 erzielt, sein Abschluss aber ging an die Latte.
Tore in Hälfte eins - Gelbe Karten nach der Pause
Die Begegnung vor 28.600 Zuschauern blieb nach dem Seitenwechsel wild, auch wenn es weniger Torchancen gab. Dafür nahm die Intensität in den Zweikämpfen zu, Schiedsrichter Daniel Schlager zückte gleich reihenweise Gelb. Zwischendurch gerieten sogar die beiden Trainer an der Seitenlinie aneinander - nach einer Unterredung mit dem Referee gaben sich Ilzer und sein Augsburger Kollege Manuel Baum dann aber die Hand. Nach einem Foul von Bernardo an Anton Kade scheiterte Claude-Maurice dann vom Punkt.