Holocaust-Gedenken: St. Pauli erinnert an verfolgte Sportler
Das Logo des FC St. Pauli vor dem Millerntor-Stadion. (Archivbild) Foto: picture alliance / dpa
Während der NS-Zeit werden auch Sportler des FC St. Pauli verfolgt, deportiert oder ermordet. Der Club nutzt das Heimspiel gegen Leipzig am Holocaust-Gedenktag, um an sie zu erinnern.
Hamburg. Fußball-Bundesligist FC St. Pauli wird sich am Dienstagabend vor dem Nachholspiel gegen RB Leipzig mit einer besonderen Aktion am Holocaust-Gedenktag beteiligen. Spieler der Profimannschaft stellen die Biografien früherer St.-Pauli-Sportler vor, die während der NS-Zeit verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Diese Videobeiträge werden dann im Stadion gezeigt.
Abwehrspieler Hauke Wahl wird zum Beispiel an den jüdischen St.-Pauli-Spieler Selig Cahn erinnern, der 1942 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet wurde. „Damit möchte der Verein ein klares Zeichen setzen gegen das Vergessen und für eine aktive Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit“, heißt es in einer Mitteilung des FC St. Pauli.