Zähl Pixel
Bier

Hopfenernte von Witterung und Krankheiten beeinträchtigt

Die Hopfenernte fällt dieses Jahr wohl leicht unterdurchschnittlich aus. (Archivbild)

Die Hopfenernte fällt dieses Jahr wohl leicht unterdurchschnittlich aus. (Archivbild) Foto: Felix Kästle/dpa

Deutsche Hopfenpflanzer reagieren auf Überproduktion und sinkende Biernachfrage mit Rodungen. Das sind aber nicht die einzigen Faktoren, die die Ernte in diesem Jahr beeinflussen.

Von dpa Donnerstag, 21.08.2025, 16:35 Uhr

Wolnzach. Trotz ungünstiger Witterungsbedingungen und Krankheiten erwarten die deutschen Hopfenpflanzer in diesem Jahr eine nur leicht unterdurchschnittliche Hopfenernte. Verglichen mit den letzten zehn Jahren dürfte die Ernte 3,2 Prozent unter einer Durchschnittsernte liegen, teilte der Verband Deutscher Hopfenbauer im oberbayerischen Wolnzach mit, das im größten deutschen Anbaugebiet Hallertau liegt. 

Deutschland ist demnach der größte Hopfenproduzent weltweit und repräsentiert etwa 35 Prozent der weltweiten Hopfenfläche. Allerdings hat die Fläche hierzulande in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge abgenommen - nach moderaten 1,6 Prozent im Vorjahr nun um 6,5 Prozent. „Die verbliebenen 18.961 Hektar deutscher Hopfen werden 2025 von 965 Betrieben in sechs Bundesländern bewirtschaftet“, hieß es.

Überproduktion führt zu Rodungen

Grund für den Rückgang der Anbaufläche ist ebenso wie in anderen Ländern eine Reaktion auf die bestehende Überproduktion. „Angesichts einer stagnierenden oder gar rückläufigen Bierproduktion in wichtigen globalen Biermärkten kommt der Export von deutschem Hopfen ebenso wie die Inlandsnachfrage ins Stocken, so dass die Produktion reduziert werden muss“, erläuterte der Verband.

Nach der offiziellen Ernteschätzung werden in diesem Jahr in den sechs deutschen Anbaugebieten auf einer Gesamtfläche von knapp 19.000 Hektar rund 41.200 Tonnen Hopfen geerntet. Das sind rund elf Prozent weniger als 2024. Dem Verband zufolge waren die Witterungsbedingungen 2025 nicht optimal. Neben lange Zeit ausbleibendem Regen setzten den Pflanzen auch Krankheiten und Schädlinge zu.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Abwärtstrend bei Benzinpreisen hält an

Nach wie vor ist unklar, ob der Irankrieg ein baldiges Ende findet. An den Tankstellen bewegen sich die Spritpreise dennoch langsam, aber seit einigen Tagen kontinuierlich bergab.

Reiche warnt vor Alarmismus bei Kerosin

Der Finanzminister äußert sich zu Warnungen vor einer Knappheit bei Kerosin. Die Wirtschaftsministerin meldet sich auch zu Wort. Am Montag gibt es ein Treffen.

Filialnetz der Post hat gesetzeswidrige Lücken

Der Weg zur nächsten Postfiliale darf nicht allzu weit sein, so sieht es ein Gesetz vor. Doch mancherorts ist die Strecke länger als gedacht - oder man findet am Ort lediglich einen Automaten.

WWF: Vermieter sollen Extra-Heizkosten tragen

Noch ist unklar, was die Reform des Heizungsgesetzes für Mieter bedeutet. Denn der CO2-Preis steigt, zugleich sollen Heizungen mit fossilen Brennstoffen weiter betrieben werden können.