Illegale Waffen und Geldwäsche? Festnahmen in Hamburg
„Null Toleranz für das Tragen illegaler Waffen“ - das will die Polizei Hamburg zeigen. Mehrere Männer werden bei einem großen Einsatz festgenommen. Einige Fragen sind noch offen.
Hamburg. Scharfe Schusswaffen und viel Bargeld: Nach einem großen Einsatz der Hamburger Polizei in der vergangenen Nacht sitzen zwei Männer im Untersuchungsgefängnis. Der 46-Jährige und der 25-Jährige werden der Geldwäsche verdächtigt, außerdem sollen sie gegen das Waffengesetz verstoßen haben.
Fünf weitere Männer, die vorläufig festgenommen wurden, sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Medienberichte, wonach unter den Festgenommenen ein führendes Mitglied der Rockergruppe „Hells Angels“ gewesen sein soll, wollte die Polizei zunächst nicht bestätigen.
Zum Hintergrund des Einsatzes teilte die Polizei lediglich mit: „Die gestrigen Maßnahmen erfolgten im Lichte der jüngsten Gewalttaten und dienten dem Gewinnen ermittlungsrelevanter Erkenntnisse zu handelnden Personen, ihren Verbindungen und Kontaktstrukturen.“
Zwei Männer im Untersuchungsgefängnis
Laut Mitteilung geriet eine Gruppe von fünf Männern mit teuren Autos am Freitagabend in der Innenstadt in das Visier von Zivilfahndern. Die riefen die sogenannte BAO (Besondere Aufbauorganisation) Kinesis hinzu. Bei einem 46-Jährigen fanden die Beamten eine griffbereite, scharfe Schusswaffe mit Munition. Die Männer wurden daraufhin alle vorläufig festgenommen.
Bei einer Durchsuchung wurden 23.000 Euro Bargeld gefunden. Nur der 46-Jährige kam in Untersuchungshaft, er soll sich vor einem Haftrichter verantworten. Seine Begleiter wurden den Angaben zufolge nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Im weiteren Verlauf der Nacht fanden die Einsatzkräfte ein Auto in der Hafencity auffällig und hielten es an. In dem Wagen saßen ein 24-Jähriger und ein 25-Jähriger. Bei dem Älteren fand die Polizei ebenfalls eine scharfe Waffe mit Munition. Bei weiteren Maßnahmen wurden zudem 3000 Euro Bargeld entdeckt. Beide wurden vorläufig festgenommen, ein Verfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche wurde eingeleitet - jedoch nur der 25-Jährige kam ins Untersuchungsgefängnis.
Einsätze gegen bewaffnete Kriminalität
Laut Polizei sind in den kommenden Wochen weitere Maßnahmen geplant. „Wir verfolgen eine klare und konsequente Linie gegen bewaffnete Kriminelle. Null Toleranz für das Tragen illegaler Waffen in Hamburg!“, sagte Polizeipressesprecher Sebastian Born.
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