Inzidenz im Kreis Stade weiter deutlich über Bundesschnitt
Insgesamt wurden seit Pandemie-Beginn 46.849 Menschen nachweislich positiv auf das Coronavirus getestet. Foto: Pixabay
Niedersachsen hat bundesweit den zweithöchsten Sieben-Tage-Wert an Corona-Neuinfektionen. Im Kreis Stade liegt die Inzidenz am Sonntag über 1200.
Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldete für den Landkreis Stade am Sonntagmorgen (Stand: 24. April, 3.11 Uhr) eine Inzidenz von 1263,2 Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Allerdings sind wie üblich am Sonntag keine neuen Corona-Fälle vom Kreis-Gesundheitsamt übermittelt worden. Wie am Sonnabend lag die tägliche Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Tagen stabil um 800. Am Sonnabend hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch 1330,9 betragen. Zum Vergleich: Am Ostersonntag vor einer Woche lag der Wert bei 1008,5.
Binnen einer Woche sind laut RKI 2594 positive Corona-Fälle im Kreis Stade erfasst worden. Insgesamt wurden seit Pandemie-Beginn 46.849 Menschen nachweislich positiv auf das Coronavirus getestet.
Bei den Werten ist jedoch zu berücksichtigen, dass seit einiger Zeit eine hohe Zahl an Corona-Infektionen nicht vom RKI erfasst wird – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen beziehungsweise einen positiven Schnelltest melden. Die Amtsärzte in Deutschland gehen davon aus, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen doppelt so hoch ist wie offiziell ausgewiesen.
Elbe Kliniken: Zwölf Covid-19-Patienten in Behandlung
Die Zahl der Verstorbenen an oder mit dem Coronavirus liegt im Landkreis zum Sonntag unverändert bei 191. Am Sonnabend hatte der Kreis einen weiteren Todesfall vermeldet. Eine 80 Jahre alte Person, dreifach geimpt, war im Krankenhaus verstorben.
In den Elbe Kliniken in Stade und Buxtehude werden mit Stand vom Sonnabend zwölf Covid-19-Patienten stationär behandelt. Unverändert zwei von ihnen liegen auf der Intensivstation (Quelle: FRL Stade).
Inzidenzwerte in den Nachbarkreisen
- Cuxhaven: 1529,5 (Vortag: 1529,5)
- Rotenburg: 1084 (Vortag: 1131,4)
- Harburg: 1001,1 (Vortag: 1060,1)
(Stand 24. April, 3.11 Uhr, Quelle: RKI)
RKI: Bundesweite Inzidenz sinkt auf 800
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist nach einem kurzen Anstieg wieder gesunken. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen am Sonntagmorgen mit 807,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 821,7 gelegen. Binnen eines Tages wurden 39.179 Corona-Neuinfektionen sowie bundesweit 24 weitere Todesfälle gemeldet.
Bei den Werten ist jedoch zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Tag der Woche Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Niedersachsen, Baden-Württemberg, Brandenburg und Sachsen nicht oder nicht vollständig. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig.
Trotz Meldeverzögerung kommt Niedersachsen bundesweit auf die zweithöchste Inzidenz. Das RKI gab für das Land einen Sieben-Tage-Wert von 1122,5 aus, am Vortag hatte der Wert bei 1174,1 gelegen. Eine höhere Inzidenz erzielt derzeit nur Schleswig-Holstein (1151,9). (tip/dpa)