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Beitrag zur Völkerverständigung

Jugendliche aus drei Ländern treffen sich in Stade

Jugendliche aus drei Ländern treffen sich in Stade

Zehn Tage und viele Erlebnisse haben 30 Jugendliche aus Stade, Goldap in Polen und Givat Shmuel in Israel geteilt. Sie trafen sich zum Auftakt der Trinationalen Jugendbegegnung in der Hansestadt Stade.

Freitag, 29.07.2022, 16:30 Uhr

Seit 25 Jahren findet die Trinationale Jugendbegegnung in dieser Form statt: Erstmals 1997 trafen sich jeweils zehn Jugendliche aus der Hansestadt Stade, aus Givat Shmuel und aus Goldap, um innerhalb von zwei Jahren in allen drei Städten ein umfangreiches Programm zu absolvieren.

Der Fokus liegt dabei auf der Aufarbeitung der Deutschland, Polen und Israel verbindenden Vergangenheit, in der die Nationalsozialisten Verbrechen unter anderem gegen Polen und Juden begingen. Aber auch das Knüpfen von Freundschaften und jede Menge Spaß kommen bei den Treffen nicht zu kurz. „Für mich ist die Trinationale Jugendbegegnung ein ganz wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung“, erklärt Stades Bürgermeister Sönke Hartlef, der aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, aber im Mai bei einer Delegationsreise nach Israel letzte Details zum jetzt stattgefundenen Treffen in Stade geklärt hatte.

Die Jugendlichen aus Stade, Givat Shmuel und Goldap trafen sich zunächst für zwei Tage in Berlin, wo beispielsweise der Gedenkort Topografie des Terrors zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus besucht wurde.

Besuch der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen

Im Anschluss wurden die Jungen und Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren im Stader Rathaus durch die stellvertretende Bürgermeisterin Melanie Rost-Reinecke empfangen. „Schon dort hat man gemerkt, dass die Gruppe während der Tage in Berlin sehr gut zusammengewachsen ist. Gerade vor dem Hintergrund unserer Geschichte ist es bewegend, das zu sehen“, so Rost-Reinecke.

Während der darauf folgenden Tage standen ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen samt Kranzniederlegung, eine Wattwanderung von Cuxhaven nach Neuwerk, ein Besuch des Auswanderermuseums und des Klimahauses Bremerhaven, Stadtführungen in Hamburg und Stade sowie ein abschließender Besuch im Heide Park auf dem Programm.

Stets mit dabei war Christoph Grüneberg, Referent für Städtepartnerschaften bei der Hansestadt Stade. Sein Eindruck am Ende der ereignisreichen Tage: „Das Treffen hier in Stade war lehrreich für alle Beteiligten. Tatsächlich sind unter den Jugendlichen und innerhalb der Gastfamilien einige Freundschaften gewachsen, was ein guter Grundstein für die weiteren Treffen in Goldap und Givat Shmuel im kommenden Jahr ist.“ (st)

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