Filmpreise

Kein Oscar für „Die Saat des heiligen Feigenbaums“

Nach Anklagen und Haftandrohung hatte Rasoulof im vergangenen Frühjahr den Iran verlassen, er lebt nun in Hamburg. (Archivbild)

Nach Anklagen und Haftandrohung hatte Rasoulof im vergangenen Frühjahr den Iran verlassen, er lebt nun in Hamburg. (Archivbild) Foto: Jens Kalaene/dpa

Der Politthriller von Mohammad Rasoulof war für Deutschland ins Rennen um den Oscar für den besten internationalen Film gegangen. Die Auszeichnung ging nach Brasilien.

Von dpa 03.03.2025, 04:05 Uhr

Los Angeles. Der deutsche Kandidat „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ hat den Oscar für den besten internationalen Film nicht gewonnen. Der Politthriller von Mohammad Rasoulof musste sich gegen „Für immer hier“ (Originaltitel: „I’m Still Here“) von Walter Salles geschlagen geben. Die Kategorie „Bester internationaler Film“ wurde früher meist “Bester nicht-englischsprachiger Film“ genannt.

Rasoulofs Werk dreht sich um die Massenproteste im Iran nach dem Tod der jungen Kurdin Jina Mahsa Amini im September 2022. Der Film wurde hauptsächlich in Deutschland produziert und konnte daher für das Land ins Rennen gehen. 

Nach Anklagen und Haftandrohung hatte Rasoulof im vergangenen Frühjahr den Iran verlassen, er lebt nun in Hamburg.

Darum geht es in „Für immer hier“

„Für immer hier“ des Brasilianers Salles erzählt von einer Familie, die die grausamen Auswirkungen der brasilianischen Militärdiktatur in den 1970er Jahren miterlebt. 

Im Zentrum steht die Ehefrau und Mutter Eunice Pava (Fernanda Torres), die miterleben muss, wie ihr Mann eines Tages ohne Erklärung von Regierungsbeamten mitgenommen wird. Sein Verschwinden macht Pava zu einer erbitterten politischen Kämpferin, die gleichzeitig ihre Familie zusammenhält. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte.

Fernanda Torres ist die Hauptdarstellerin von „Für immer hier“.

Fernanda Torres ist die Hauptdarstellerin von „Für immer hier“. Foto: Jordan Strauss/Invision via AP/dpa

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