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Weitergabe der Belastungen

Kostenanstieg bei Handwerksleistungen noch nicht vorbei

Handwerkspräsident Dittrich stimmt auf noch höhere Preise für Kunden ein. (Foto Archiv)

Handwerkspräsident Dittrich stimmt auf noch höhere Preise für Kunden ein. (Foto Archiv) Foto: Annette Riedl/dpa

Im Handwerk steigen Kosten und Löhne, Auftragsbestände und Umsätze sinken. Das hat Folgen für die Kunden.

Von dpa 03.07.2024, 04:20 Uhr
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Berlin. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich auf noch höhere Preise für Handwerksleistungen einstellen. Handwerkspräsident Jörg Dittrich sagte der Deutsche Presse-Agentur, Kosten und Löhne stiegen, die Umsätze sänken leicht. „Ich verstehe, dass es Leute gibt, die sich fragen: ‚Warum sind Handwerker so teuer?‘ Diese Sorge teilen wir als Handwerk, denn wir sind ja auf Kunden angewiesen, die sich unsere Dienstleistungen und Produkte leisten können.“ 

Wenn die Leistungen von Handwerkern unerschwinglich würden, bestehe die Gefahr, dass Angebote verschwinden oder aber verstärkt in die Schwarzarbeit ausgewichen werde, so der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. „Das ist weder im Sinne des Handwerks noch der Gesellschaft. Wo wir diese drohende Entwicklung teils schon sehen, ist bei den Friseuren. Die Herausforderungen für die lohnintensiven Wirtschaftsbereiche sind vor allem wegen der steigenden Sozialabgaben nach wie vor groß.“ Das Handwerk sei hier besonders benachteiligt. Es sei entscheidend, dass der Faktor Arbeit entlastet werde.

Sorge vor schleichendem Niedergang

Dittrich hatte bereits gesagt, das Handwerk warne seit Jahren davor, dass die Beiträge außer Kontrolle geraten, wenn die Finanzierung der Sozialversicherungssysteme nicht grundlegend reformiert werde.

Im Handwerk gebe es eine sichtbare Sorge, dass es schleichend abwärtsgehe. „Es fehlt Verlässlichkeit bei den politischen Entscheidungen und es fehlt Planungssicherheit: Das hält sehr viele Handwerksbetriebe von Investitionen zurück. Dabei werden genau private Investitionen in großem Umfang gebraucht, um die Konjunktur wieder in Gang zu bringen.“

 

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