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Kulturpolitik

Kreativwirtschaft: Milliardenumsatz und neuer Standort

Die Kreativwirtschaft ist in den Augen von Kultursenator Carsten Brosda ein wichtiger Wirtschaftszweig. (Archivbild)

Die Kreativwirtschaft ist in den Augen von Kultursenator Carsten Brosda ein wichtiger Wirtschaftszweig. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa

Die Kreativwirtschaft in Hamburg wächst. Im Stadtteil St. Pauli wird ein leerstehendes Gebäude jetzt zu einem Ort für Kreative.

Von dpa Dienstag, 15.07.2025, 16:00 Uhr

Hamburg. Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) und Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft, haben die Bedeutung der Kreativwirtschaft für die Hansestadt hervorgehoben. Inzwischen werden nach Angaben von Rühl etwa 31.000 Unternehmen in der Kreativwirtschaft gezählt - ein Wachstum von 27 Prozent in den vergangenen 13 Jahren. Das bedeutet: „Jedes siebte Unternehmen in Hamburg ist ein Unternehmen aus der Kreativwirtschaft“, erklärte Rühl anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Hamburg Kreativ Gesellschaft, einer Fördereinrichtung für die Kultur- und Kreativwirtschaft. 

Zur Kreativwirtschaft werden verschiedene Teilmärkte gezählt, darunter etwa Film, Musik und Literatur, aber auch Games, Design und Werbung. Wie die Stadt und die Kreativ Gesellschaft in einer gemeinsamen Mitteilung erklärten, trägt die Kreativwirtschaft mit einem Jahresumsatz von 11,4 Milliarden Euro zu rund 2,6 Prozent der Gesamtwirtschaft bei. 

„Hamburg hat früh erkannt, welche Bedeutung die Kreativwirtschaft für den Wirtschaftsstandort, aber auch für die Lebensqualität der Stadt hat“, so der Kultursenator. Die Kreativ Gesellschaft sei der Motor, mit dem man die Kreativen in der Stadt auf ihrem Weg von der Idee zum erfolgreichen Geschäftsmodell unterstützen könne.

Kreativ Gesellschaft übernimmt weiteres Objekt

Die Arbeit der Gesellschaft ist nach Angaben von Rühl in mehrere Bereiche gegliedert, darunter die Abteilung Immobilien und Stadtentwicklung. Rühl erklärte, die Kreativ Gesellschaft habe am Montag ein leerstehendes Objekt in der Seilerstraße im Stadtteil St. Pauli übernommen. 

Es handle sich um eine ehemalige Schule mit mehreren Tausend Quadratmetern, bereits 50 Untermietverträge seien unterzeichnet worden. So würden neue Arbeitsplätze für Akteure der Kreativwirtschaft geschaffen. Die „Transformation urbaner Räume“ bleibe auch künftig eine wichtige Aufgabe, teilten die Stadt und die Hamburg Kreativ Gesellschaft mit.

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