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Ukraine-Krieg

Kreml sieht Ukraine-Gespräche noch ganz am Anfang

Von einer freundschaftlichen Atmosphäre zwischen Russen und Ukrainern bei Verhandlungen könne keine Rede sein, sagt Kremlsprecher Peskow. (Archivbild)

Von einer freundschaftlichen Atmosphäre zwischen Russen und Ukrainern bei Verhandlungen könne keine Rede sein, sagt Kremlsprecher Peskow. (Archivbild) Foto: Ulf Mauder/dpa

Kremlsprecher Peskow dämpft die Erwartungen: Trotz erstem Treffen in Abu Dhabi sind schnelle Ergebnisse im Ukraine-Krieg nicht in Sicht. Was steckt hinter der „Formel von Anchorage“?

Von dpa Montag, 26.01.2026, 11:30 Uhr

Moskau. Der Kreml sieht die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA über ein Ende des Krieges noch ganz am Anfang. „Es wäre falsch, mit großer Ergebnisträchtigkeit zu rechnen“, kommentierte Kremlsprecher Dmitri Peskow ein erstes Treffen, das am vergangenen Wochenende in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfand. 

Es gehe um schwierige Themen, sagte Peskow in Moskau der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. „Aber allein die Tatsache, dass diese Kontakte konstruktiv begonnen haben, muss man positiv sehen.“

Peskow: Keine freundschaftliche Atmosphäre möglich

Bei den ersten direkten Verhandlungen der Kriegsparteien seit Monaten wurde nur vereinbart, das Gespräch nach einer Woche fortzusetzen. Ein Termin steht bislang nicht fest. Peskow widersprach Berichten von US-Vertretern, dass zwischen den beteiligten Ukrainern und Russen eine fast freundschaftliche Atmosphäre geherrscht habe. „Das ist im jetzigen Stadium wohl kaum möglich“, sagte er.

Hat Trump in Alaska etwas zugesagt?

Der Kremlsprecher verwies erneut auf eine angebliche „Formel von Anchorage“, in der Russlands Interessen festgelegt seien. Dies bezieht sich auf das Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin im August 2025 in Alaska. Zu einer Einigung wurde nichts mitgeteilt. Aber Moskau fordert einen Abzug der ukrainischen Armee aus Gebieten im Osten, die diese bislang noch verteidigt. Kiew lehnt dies ab. 

Der deutsche Sicherheitsexperte Nico Lange schrieb im Netzwerk X, es scheine, als habe Trump in Anchorage Zusagen gemacht, die er nun nicht einlösen könne. Deshalb drängten die USA die Ukraine zu diesem Verzicht.

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