Lüneburg verpasst die Meisterschaft und ist dennoch stolz
Die SVG-Fans bejubelten ihr Team auch für den zweiten Platz in der deutschen Meisterschaft. Foto: Georg Wendt/dpa
Nach einer starken Saison und dem ersten Pokalerfolg in der Clubhistorie bleibt Lüneburg trotz verpasster Meisterschaft optimistisch - und ein alter Bekannter zollt den Niedersachsen Respekt.
Lüneburg. Enttäuscht saßen die Volleyballer der SVG Lüneburg auf den Werbebanden der LKH-Arena. Aus den Lautsprechern schallte der Party-Hit „Sweet Caroline“. SVG-Trainer Stefan Hübner und seine Schützlinge hatten zuvor die entscheidende 1:3-Niederlage in der „Best of Five“-Serie um die deutsche Meisterschaft gegen die BR Volleys kassiert - die zweite in der heimischen Halle. Und nun mussten sie mit ansehen, wie die Berliner die zehnte Meisterschaft in Serie und den 16. nationalen Titel insgesamt feierten.
Nach der Siegerehrung hatte sich Hübner aber schnell wieder gefasst. „Die Saison war unglaublich – jetzt eine Nacht darüber schlafen und dann wird der Stolz auf das Erreichte durchkommen“, sagte der 50-Jährige, der seit 2014 die Verantwortung an der Seitenlinie trägt und die Niedersachsen in die deutsche Spitze geführt hat.
54 Saisonspiele und vier Finals
„Wir haben 54 Spiele in dieser Saison absolviert, standen in vier Finals“, bilanzierte Hübner. Im Ligacup und in der Meisterschaft musste sich die SVG der Konkurrenz aus der Hauptstadt geschlagen geben, im CEV-Pokal war am Ende das italienische Top-Team Gas Sales Bluenergy Piacenza eine Nummer zu groß. Doch im nationalen Pokal trumpfte Lüneburg auf: Am 28. Februar gelang mit dem 3:2-Endspielsieg über den VfB Friedrichshafen der langersehnte erste Titelgewinn in der Vereinsgeschichte.
Zuspieler Välimaa und drei weitere Akteure bleiben
Und die Chancen, dass Lüneburg einer der ersten Herausforderer der Berliner bleibt, stehen gut. In Zuspieler Santeri Välimaa, Diagonalspieler Axel Enlund, Außenangreifer Daniel Gruveus und Mittelblocker Shane Holdeway stehen schon vier Spieler fest, die auch in der kommenden Saison für die SVG schmettern werden. Wer aus dem aktuellen Kader den Club verlassen wird, steht bislang ebenso wenig fest wie die Namen von Neuzugängen.

Zuspieler Santeri Välimaa trägt auch in der kommenden Saison das Trikot des Pokalsiegers. Foto: Georg Wendt/dpa
Klar ist aber, dass der Respekt vor den Niedersachsen auch bei Klassenprimus BR Volleys nicht kleiner wird: „Lüneburg wird immer besser“, sagte der Berliner Nationalspieler Florian Krage-Brewitz über seinen Ex-Club, bei dem er einst zu jenem Meisterspieler reifte, der er heute ist.

Lüneburgs Trainer Stefan Hübner ist stolz auf die Saison seines Teams. Foto: Georg Wendt/dpa