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Insekten- und Naturschutz

Mähfreier Mai gegen die „grüne Wüste“

Der Nabu empfiehlt, im Mai auf das Rasenmähen zu verzichten. (Symbolbild)

Der Nabu empfiehlt, im Mai auf das Rasenmähen zu verzichten. (Symbolbild) Foto: Ralf Hirschberger/zb/dpa

Der Nabu empfiehlt: Im Mai den Rasenmäher stehen lassen, damit Wildblumen wachsen und Insekten Nahrung finden. Mit wenig Aufwand entstehe so ein Paradies für Bienen und Schmetterlinge.

Von dpa Mittwoch, 29.04.2026, 14:10 Uhr

Hamburg. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ruft Gartenbesitzer zu einem mähfreien Mai auf. Gartenbesitzer und -nutzer sollten im kommenden Monat darauf verzichten, die heimischen Rasenflächen zu trimmen. „Gerade im Frühling sind blühende Wiesen eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten“, heißt es in einer Nabu-Mitteilung.

Durch das Aussetzen des Mähens könnten Wildblumen wie Löwenzahn, Gänseblümchen und Klee wachsen und blühen: „Sie liefern wertvollen Nektar und Pollen, die für das Überleben vieler Insektenarten entscheidend sind“, so der Nabu weiter. Gleichzeitig würden Rückzugsorte und Lebensräume entstehen, die in intensiv gepflegten Gärten oft fehlen.

„Ein echtes Paradies für Bestäuber schaffen“

„Ein kurz geschorener Rasen ist für Insekten praktisch eine grüne Wüste“, sagte Katharina Schmidt, Referentin für Stadt-Natur vom Nabu Hamburg: „Wer im Mai auf das Mähen verzichtet, kann mit wenig Aufwand ein echtes Paradies für Bestäuber schaffen.“

Auch über den Mai hinaus empfiehlt der Nabu, reduziert zu mähen: Durch ein abschnittsweises Mähen, bei dem im Jahresverlauf abwechselnd bestimmte Bereiche gemäht und andere wachsen gelassen werden, werde sichergestellt, dass zu jeder Jahreszeit Rückzugsraum, Lebensraum und ein Nahrungsangebot für Tiere vorhanden ist. Alternativ könnten auch Bereiche oder Inseln stehengelassen werden.

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