Mäuse im Haus oder Schuppen: Das ist jetzt zu tun
Ein Loch so groß wie eine 20-Cent-Münze reicht einer Hausmaus, um in Keller oder Garage zu schlüpfen. Foto: New Africa
Klassische Giftköder sind für Privatleute seit dem 23. Oktober verboten. Umso wichtiger ist es, die Nager gar nicht erst „hereinzulassen“. Wichtige Tipps.
Landkreis. Draußen sinken die Temperaturen, Futter wird knapp – und Häuser locken mit Wärme und Vorräten. Für Hausmäuse sind Keller, Dachböden und Garagen jetzt ideale Rückzugsorte. Wer die Tiere erst einmal im Haus hat, wird sie nur mühsam wieder los. Die gute Nachricht: Mit ein paar Handgriffen lässt sich das meiste verhindern, bevor es losgeht.
Darum werden Mäuse im Haus zum Problem
Gebäude bieten Hausmäusen alles, was sie für den Winter brauchen: Schutz vor Kälte, Verstecke für das Nest und Nahrung. Der eigentliche Schaden entsteht dabei weniger durch das, was sie fressen, sondern vielmehr durch das Anknabbern und durch Kot und Urin.
Mäuse selbst bekommt man selten zu Gesicht. Meist verraten sie sich durch ihre Hinterlassenschaften:
- kleine, dunkle Kotkrümel in Schränken, Ecken oder entlang von Wänden
- angenagte Verpackungen und Vorräte
- Nagespuren an Holz, Kunststoff oder Kabeln
- zerfetztes Papier, Stoff oder Dämmmaterial, aus dem die Tiere ihre Nester bauen
Das Umweltbundesamt rät, Zugänge zu verschließen und Futterquellen unerreichbar zu machen.
Garage und Auto: Darauf ist zu achten
Garagen sind oft nicht ganz dicht und voller Kartons, Säcke und Vorräte – ein idealer Winterplatz für Mäuse. Für Autobesitzer kann das teuer werden, denn Kabel und Dämmmaterial im Motorraum sind für Nager interessant. So beugt man vor:
- Dichtung am Garagentor prüfen und Lücken am Boden schließen
- Kartons durch verschließbare Kunststoffboxen ersetzen
- Motorraum regelmäßig auf Nagespuren, Kot und Nistmaterial kontrollieren – Prüforganisationen wie die GTÜ raten wegen Marderschäden im Herbst ohnehin dazu
- angefressene Kabel oder Schläuche in der Werkstatt prüfen lassen, statt sie selbst zu flicken
Fallen statt Gift: Was wirklich hilft
Hat sich schon eine Maus eingenistet, sind laut Umweltbundesamt Schlagfallen bei einzelnen Tieren grundsätzlich die bessere Wahl als Gift. Bei richtiger Konstruktion und Anwendung sind sie zudem tierschutzgerechter. Stelle die Fallen auf den Laufwegen der Tiere auf, also an Wänden sowie unter Möbeln oder Regalen. Als Köder eignen sich Erdnussbutter, Nougatcreme, Käse oder Speckstückchen. Kontrolliere die Fallen mindestens täglich, idealerweise alle zwölf Stunden.
Seit Ende April 2026 dürfen Giftköder mit blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen, sogenannte Antikoagulanzien, nicht mehr an Privatpersonen verkauft werden. Vorhandene Reste durften noch bis einschließlich 22. Oktober aufgebraucht werden. Seit dem 23. Oktober ist das Auslegen für Privatleute verboten – auch wenn die Packung vor dem Verkaufsstopp gekauft wurde.
Hintergrund sind die Risiken für andere Tiere. Das Umweltbundesamt warnt, dass etwa Mäusebussarde, Eulen oder Füchse an dem Gift sterben können, wenn sie vergiftete Nager fressen. Übrige Köder gehören nicht in den Hausmüll, sondern zum Wertstoffhof oder zur Schadstoffsammelstelle. Professionelle Schädlingsbekämpfer dürfen solche Mittel weiterhin einsetzen.
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