Bericht: Werder steht vor Verpflichtung von Trainer Steffen
Kommt nun Horst Steffen an die Weser? Foto: Silas Sch�ller/DEFODI Images/dpa
Werder Bremen kann offenbar zeitnah den neuen Trainer präsentieren. Der Club ist sich einem Medienbericht zufolge mit Horst Steffen in allen Punkten einig. Und sagt anderen Kandidaten ab.
Bremen. Die Verpflichtung von Horst Steffen als neuer Trainer von Werder Bremen steht offenbar kurz bevor. Der Fußball-Bundesligist und der 56-Jährige sind sich einem Bericht des Portals „Deichstube“ zufolge in allen Punkten über einen Wechsel einig. Demnach soll Steffen einen Vertrag bis 2028 unterschreiben. Werder hat demzufolge allen anderen Trainerkandidaten abgesagt.
Zuletzt zeichnete sich bereits ab, dass Steffen der aussichtsreichste Kandidat als Nachfolger von Ole Werner ist. Am Dienstag berichtete die „Bild“, dass der Erfolgscoach des in der Relegation zur Bundesliga gescheiterten Zweitligisten SV Elversberg den Hanseaten seine Zusage gegeben haben soll. Ein anderer potenzieller Kandidat soll Lukas Kwasniok gewesen sein.
Niedrige sechsstellige Ablöse steht im Raum
Steffens Vertrag beim Zweitligisten Elversberg läuft noch bis 2026. Als Ablösesumme steht ein niedriger sechsstelliger Betrag im Raum. Würden die Gespräche wie geplant laufen, könnte der Ex-Profi schon am Donnerstag in Bremen vorgestellt werden, hieß es im Bericht der „Bild“.
Werner hatte den Bremern nach dreieinhalb Jahren im Club mitgeteilt, dass er seinen im Juni 2026 auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Einen Tag später gaben die Norddeutschen die sofortige Trennung vom 37-Jährigen bekannt.
Fritz: „Ole hat die Mannschaft kontinuierlich entwickelt“
Fest steht: Der neue Bremer Coach tritt in große Fußstapfen. Werner rangiert mit 128 Spielen als Werder-Coach weit oben in der Trainer-Historie. Fritz dankte Werner für die „herausragende Arbeit“ in den vergangenen dreieinhalb Jahren. „Ole hat die Mannschaft kontinuierlich entwickelt und hatte sehr großen Einfluss auf die erfolgreiche Stabilisierung von Werder in der Bundesliga“, sagte der frühere Profi.
Schon knapp ein halbes Jahr nach Werners Dienstantritt kehrte der norddeutsche Traditionsverein in die Bundesliga zurück und meisterte ein Jahr später den Klassenerhalt. In den vergangenen Spielzeiten wurde Werder Achter und Neunter und spielte jeweils um einen Europapokal-Platz mit.
Die Rückkehr in einen internationalen Wettbewerb ist die große Sehnsucht aller Fans und Club-Verantwortlichen bei dem früheren Champions-League-Teilnehmer.

Fußball-Geschäftsführer Clemens Fritz. Foto: Carmen Jaspersen/dpa
Werner wollte Kader verändern
Doch die Entwicklung dürfte Werner an der einen oder anderen Stelle nicht schnell genug gegangen sein. Auch wegen unterschiedlicher Auffassungen über die Kaderplanung und die künftigen sportlichen Ambitionen soll es zwischen dem Club und Werner geknirscht haben.
In den vergangenen Jahren gingen einige Transfers schief, darunter das große Missverständnis um den früheren Liverpool-Spieler Naby Keita, der aktuell verliehen ist. Oder auch der defensive Mittelfeldspieler Skelly Alvero, der für 4,75 Millionen wechselte und vergangene Saison kaum eingesetzt wurde. In der abgelaufenen Saison kamen auch die ausgeliehenen Spieler Issa Kaboré (Manchester City) und André Silva (RB Leipzig) nur wenig zum Zug.
Der Trainer erhöhte zuletzt auch durch eigene Aussagen den Druck auf den Club. „Ich weiß natürlich, dass gewisse Dinge hier nicht funktionieren, weil sie finanziell nicht umsetzbar sind“, sagte Werner nach dem Saisonende in einem „Deichstube“-Interview.

Hört bei Werder Bremen auf: Trainer Ole Werner. Foto: Carmen Jaspersen/dpa