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Mehr Einsätze für die Feuerwehr Stade – und ein Appell des Ortsbrandmeisters

Ein Großaufgebot der Feuerwehr war im Februar 2025 in Stade-Haddorf im Einsatz, um die Flammen zu löschen.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr war im Februar 2025 in Stade-Haddorf im Einsatz, um eine brennende Scheune zu löschen. Foto: Frank Ewald/Feuerwehr

Feuer im Bad, eingeklemmte Person im Keller und austretendes Gas gehörten zu den besonders heiklen Einsätzen der Stader Ortsfeuerwehr im vergangenen Jahr.

Von Redaktion Donnerstag, 29.01.2026, 17:30 Uhr

Stade. Rückblickend war 2025 für die Ortsfeuerwehr Stade ein recht anspruchsvolles Jahr, stellte Ortsbrandmeister Stephan Woitera auf der Jahreshauptversammlung fest.

Insgesamt rückten die Feuerwehrleute bei fast 600 Einsätzen aus, 222 mal ging es um Brände und 374 mal um Hilfeleistungen. Zu den Großbränden gehörte der Brand in einem Reihenhaus in Stade-Hahle am 13. Februar. Zwei Tage später fing eine Scheune in Stade-Haddorf, in der Stroh, Heu und landwirtschaftliche Geräte gelagert wurden, Feuer.

Trotz des Einsatzes brannte das Gebäude komplett aus. Zu weiteren Großbränden im Landkreis wurden Atemschutz-Züge und Drehleiter angefordert.

Ortsbrandmeister berichtet von vielen Fehlalarmen

Die Auslösungen von Brandmeldeanlagen und ausgelösten Rauchwarnmeldern nehmen laut dem Ortsbrandmeister zu. Jeder Alarmierung werde ernstgenommen. Neben echten Gefahren gäbe es leider aber auch viele Fehlalarme, fügte er hinzu.

28 Verkehrsunfälle, im Vorjahr waren es 13, bedeuten mehr als eine Verdopplung der Einsätze, neun davon auf der A26, die allerdings glimpflich verliefen. Im Bereich der Wasserrettung war die Wehr an 17 Einsatzstellen aktiv, auch hier eine Zunahme - im Vorjahr waren es 13 Einsätze. Fast schon traditionsgemäß waren zwei Personenrettungen von der AIDA Perla dabei.

Einen umfangreichen Rettungseinsatz gab es im August, als Bewohner des Hauses in der Karl-Kühlcke-Straße über beißenden Geruch, Atembeschwerden und Augenreizungen klagten.

Stader Feuerwehr hat keine Nachwuchssorgen

Stabil ist der derzeitige Mitgliederstand: 171 Erwachsene, davon 24 weibliche Mitglieder. Der Altersdurchschnitt liegt bei 37,2 Jahren. Beide Häuser in der Hansestraße 22 und am Helmster Weg sind nahezu voll belegt, freute sich Woitera.

Auch die Jugendfeuerwehr kennt keine Nachwuchssorgen. Sie besteht aus 20 Mitgliedern, 16 Jungen und 4 Mädchen. Vier Kinder wechselten 2025 in die Jugendfeuerwehr. Insgesamt gehören 248 Personen zur Feuerwehr Stade, inklusive 31 Kameraden aus der Alters- und Ehrenabteilung.

Warum die alten Einsatzfahrzeuge ersetzt werden müssen

In diesem Sommer soll der Einsatzleitwagen des Zuges II ausgeliefert werden. Der Ersatz für das Tanklöschfahrzeug des Zuges I ist auf den Weg gebracht, wegen extrem langer Lieferzeiten kann die Auslieferung noch dauern, gerechnet wird damit erst Ende 2027/Anfang 2028, berichtete der Ortsbrandmeister.

Alte Fahrzeuge, besonders elf Großfahrzeuge, die rund 20 Jahre im Dienst sind, müssten ersetzt werden, um lange Werkstattaufenthalte zu vermeiden. Zum Teil gäbe es keine Ersatzteile mehr. Deshalb der Appell des Ortsbrandmeister in Richtung Politik und Verwaltung, endlich zu handeln.

Das Problem sei schon länger bekannt, aber immer noch nicht gelöst. Erschwerend komme hinzu, dass aufgrund von langen Beschaffungs- und Lieferwegen mit drei bis vier Jahren zu rechnen ist, bis die neuen Fahrzeuge in Dienst gestellt werden können.

Ehrungen und Verabschiedungen

Geehrt wurden für 1.000 gefahrene Einsätze: Sönke Aust, Christian Duyn und Cayethano Gerken. Zum Hauptfeuerwehrmann/ Frau befördert wurden Jan-Hendrik Albers, Yvonne Barghan, Darion Erdmann, Andre Münsterberg und Max Peters, Kevin Weide wurde zum ersten Hauptfeuerwehrmann befördert.

Geehrt für 1.000 Einsätze: Cayethano Gerken (links) und Sönke Aust.

Geehrt für 1.000 Einsätze: Cayethano Gerken (links) und Sönke Aust. Foto: Stefan Braun

Martina Köpcke-Lausch, Gründerin und Leiterin der Kinderfeuerwehr, stellt ihr Amt zur Verfügung, bleibt aber in der Funktion der Stadtkinderfeuerwehrwartin. Angela Hundsdörfer, hatte insgesamt 28 Jahre Führungsaufgaben innerhalb der JF Stade wahrgenommen und 37 Jahre die JF Stade begleitet,

Stellvertretende Ortsbrandmeister Thomas Woitera und Ortsbrandmeister Stephan Woiterra gratulieren Martina Köpcke-Lausch und Angela Hundsdörfer.

Stellvertretende Ortsbrandmeister Thomas Woitera und Ortsbrandmeister Stephan Woiterra gratulieren Martina Köpcke-Lausch und Angela Hundsdörfer.

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