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Artenschutz

NABU ruft auf: Nistkästen für den Mauersegler bauen

Mauersegler

Mauersegler Foto: Mathias Schäf

In rund zwei Monaten kehren die Mauersegler aus ihren Winterquartieren in Westafrika in den Landkreis Stade zurück. Der NABU Elbe-Weser ruft zum Bau von Nistkästen auf.

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Von Sabine Lohmann
Mittwoch, 11.03.2026, 07:50 Uhr

Landkreis. Die NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser ruft schon jetzt Hausbesitzer, Unternehmen und Kommunen dazu auf, geeignete Nistkästen zu bauen und anzubringen, um Mauerseglern rechtzeitig neue Brutplätze zu bieten. Zwischen Cuxhaven und Fintel, Schwanewede und Hanstedt fehlen sichere Nistmöglichkeiten für die Flugkünstler, da moderne Bauweisen natürliche Nischen zunehmend verschwinden lassen.

Flugkünstler brüten an Gebäuden

Der Mauersegler gilt als Inbegriff des beginnenden Sommers. Wenn er mit seinen schrillen „Srriiiiiiii“-Rufen durch Straßenschluchten jagt, ist die warme Jahreszeit endgültig angekommen. Kaum ein anderer Vogel ist so konsequent an das Leben in der Luft angepasst. Mauersegler verbringen fast ihr gesamtes Leben im Flug: Sie schlafen in der Luft, paaren sich dort und sammeln sogar ihr Nistmaterial wie Halme, Haare oder Federn im Flug. Gebrütet wird traditionell an Gebäuden, hinter Dachziegeln, in Nischen oder unter Verschalungen.

Bei Sanierungen gehen Nester verloren

Doch genau diese Plätze werden immer seltener. Energetische Sanierungen, neue Dämmungen und perfekt abgedichtete Fassaden verschließen die letzten Schlupflöcher. „Wir sehen Jahr für Jahr, wie dringend Mauersegler neue Brutplätze benötigen. Besonders tragisch ist, dass bei einer Sanierung oft gleich mehrere Nester verloren gehen, denn Mauersegler brüten selten allein“, teilt Geschäftsstellenleiterin Jana Jensen mit.

Sie kehren jedes Jahr an ihre Brutplätze zurück

Mit jedem zusätzlichen Nistkasten wächst die Chance, dass auch in diesem Sommer wieder zahlreiche der schnellen Flieger über Städte und Dörfer in der Region Elbe-Weser jagen. Bis Ende August bleiben sie hier, bevor sie sich erneut auf die weite Reise nach Afrika begeben. Einzelne Mauersegler können bis zu 20 Jahre alt werden und kehren jedes Jahr an ihre angestammten Brutplätze zurück.

Mauersegler sind Koloniebrüter

Spezielle Mauersegler-Nistkästen sind im Handel erhältlich oder können mit etwas handwerklichem Geschick selbst gebaut werden. Geeignet sind Häuser, Hallen oder Scheunen mit einer Anbringungshöhe von mindestens sechs Metern. Bewährt hat sich die Montage mehrerer Kästen nebeneinander, da Mauersegler Koloniebrüter sind.

NABU gibt Mauersegler-Baubuch heraus

Wer selbst aktiv werden möchte oder eine Sanierung plant, bei der Mauersegler am Gebäude brüten, erhält bei der NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser das „Mauersegler-Baubuch“ mit Informationen rund um den Gebäudebrüter - jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr sowie nach Absprache.

Das Mauersegler-Baubuch kann gegen Einsendung von Briefmarken im Wert von 3 Euro angefordert werden: NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser, Bertha-von-Suttner-Allee 1, 21614 Buxtehude, Stichwort: Mauersegler.

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