Zähl Pixel
Notfälle

Fünftes Todesopfer nach Gerüst-Unfall in der Hafencity

Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Polizei stehen in der Hafencity auf einer Baustelle.

Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Polizei stehen in der Hafencity auf einer Baustelle. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Der Mann erlag im Krankenhaus seinen lebensgefährlichen Verletzungen. Die Ermittlungen laufen weiter. Neue Erkenntnisse kann die Polizei aber noch nicht vermelden.

Von dpa Freitag, 10.11.2023, 05:15 Uhr

Hamburg. Der schwere Unfall auf einer Großbaustelle in der Hamburger Hafencity hat ein fünftes Todesopfer gefordert. Das bestätigte das Lagezentrum der Polizei in Hamburg am späten Donnerstagabend auf dpa-Anfrage. Zuerst hatte der NDR darüber berichtet.

Auf der Baustelle war am 30. Oktober ein Gerüst eingestürzt. Vier Arbeiter kamen noch an der Unfallstelle ums Leben. Der fünfte Mann wurde zunächst in ein Krankenhaus gebracht. Dort erlag er jetzt seinen lebensgefährlichen Verletzungen. Über den Fortgang der Ermittlungen konnte die Polizei am Freitag keine weiteren Angaben machen.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge war am 30. Oktober das Baugerüst in einen Fahrstuhlschacht gestürzt. Es fiel laut Feuerwehr aus dem achten Obergeschoss ins Untergeschoss. Trümmerteile ragten bis ins zweite Obergeschoss. Der Einsatzleiter hatte den Trümmerberg kurz nach dem Unfall als „Riesen-Mikado“ aus Gerüststangen beschrieben. Insgesamt waren 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Zur Betreuung der Einsatzkräfte und der Augenzeugen waren zudem Notfallseelsorger hinzugerufen worden.

Auf der Baustelle arbeiteten regulär etwa 1400 Arbeiter, am Tag des Unglücks - einem Brückentag vor dem Reformationstag - seien es aber nur gut 700 gewesen, hatte ein Feuerwehrsprecher gesagt.

Die Hafencity gilt als Europas größtes innerstädtisches Stadtentwicklungsvorhaben. Auf den Baustellen dort hat es bereits mehrfach schwere Unfälle gegeben. Am 2. September waren vier Arbeiter bei einem ähnlichen Unfall an einer Baustelle an den Hamburger Elbbrücken - unweit der Hafencity - teils lebensbedrohlich verletzt worden.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Bald Winnetou-Ampelmännchen in Bad Segeberg?

Winnetou ist Häuptling aller Apachen und Held der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg. Wer wollte sich von ihm nicht über die Straße geleiten lassen? Möglicherweise bekommt Winnetou eine leuchtende Rolle.

T Schiffsschrauben made in Germany für Ozeanriesen in aller Welt

Sie arbeiten unter Wasser und ohne sie läuft kaum etwas in der Schifffahrt. Manchmal glänzen sie wie Gold, auch wenn sie aus Bronze sind: Schiffspropeller. Einige der größten der Welt baut ein Werk in Norddeutschland, das es schon zu DDR-Zeiten gab.