Mannheim

Polizei schießt auf Bewaffneten in Uni-Bibliothek: tot

Polizeieinsatz an der Mannheimer Universität. Nun soll der Ablauf des Geschehens rekonstruiert werden.

Polizeieinsatz an der Mannheimer Universität. Nun soll der Ablauf des Geschehens rekonstruiert werden. Foto: René Priebe/dpa

Ein Mann soll mit einer Machete in eine Bibliothek der Universität Mannheim gekommen sein. Die Polizei schießt auf ihn. Kurz darauf stirbt der 31-Jährige im Krankenhaus. Nun ermittelt auch das LKA.

Von dpa 23.04.2024, 21:40 Uhr

Mannheim. Ein 31-Jähriger, der mit einer Machete in eine Bibliothek der Mannheimer Universität gekommen sein soll, ist von der Polizei angeschossen worden und in einem Krankenhaus gestorben. Es sei zu einer Bedrohungslage gegenüber Polizisten gekommen, woraufhin diese von ihrer Schusswaffe Gebrauch gemacht hätten, teilten Polizei, Landeskriminalamt (LKA) und Staatsanwaltschaft mit.

Der 31-Jährige sei vor dem Eintreffen der Beamten gegenüber einer Angestellten handgreiflich geworden. Auch Studenten seien vor Ort gewesen. Eine Gefährdung für sie habe nicht bestanden, sagte ein Polizeisprecher.

Zunächst sei ein bewaffneter Mann im Bereich der Bibliothek der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät aufgefallen. Gegen ihn habe bereits ein Hausverbot für die Bibliothek bestanden, weil er sich wiederholt negativ verhalten habe, hieß es in der Mitteilung. Beim Eintreffen der Polizeistreife hielt er den Angaben zufolge eine Machete in der Hand. Nach dem Schuss durch die Polizei kam der Mann in ein Krankenhaus, in dem er später starb. Er war laut Mitteilung schon früher polizeilich in Erscheinung getreten.

Wegen des Schusswaffengebrauchs ermittelt auch das LKA. Zusammen mit der Staatsanwaltschaft soll es den Ablauf des Geschehens rekonstruieren. Auch das Motiv des 31-Jährigen soll ermittelt werden.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Deutscher stirbt bei Tauchausflug in Italien

Ein Ausflug hinaus aufs Meer, wie so viele jetzt im Sommer. Im Wasser erleidet ein 61 Jahre alter Taucher jedoch einen Schwächeanfall. Er wird noch an Land gebracht - aber zu spät.

Linnemann macht’s nun doch

„Einfach mal machen“ ist die Losung von Carsten Linnemann. Als ihm das erste Mal ein Ministerposten angeboten wurde, wollte er es aber nicht machen. Jetzt hat ihn der Kanzler wohl doch rumgekriegt.

Nina Warken vor Wechsel ins Zentrum der Macht

Die Juristin war vor ihrer Zeit als Gesundheitsministerin öffentlich kaum bekannt. Nun rückt sie Medienberichten zufolge in eine noch wichtigere Führungsposition an der Seite des Kanzlers.

Merz schnürt großes Personalpaket

Thorsten Frei, Nina Warken, Carsten Linnemann, Franziska Hoppermann und Philipp Amthor: Sie alle haben ihren Platz auf dem Personalkarussell von Kanzler Friedrich Merz.