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Mehr Sichtbarkeit

Polizeiwagen in Hamburg erhalten Präsenzlicht

Polizeivizepräsident Mirko Streiber und André Martens, stellvertretender Leiter der Hamburger Schutzpolizei (von links), stellen das sogenannte Polizeiliche Präsenzlicht vor.

Polizeivizepräsident Mirko Streiber und André Martens, stellvertretender Leiter der Hamburger Schutzpolizei (von links), stellen das sogenannte Polizeiliche Präsenzlicht vor. Foto: Christian Charisius/dpa

Blaues Licht, das nicht blinkt: Das neue Präsenzlicht an Hamburger Streifenwagen soll für mehr Aufmerksamkeit und ein subjektives Sicherheitsgefühl der Bürger sorgen. Was steckt dahinter?

Von dpa Mittwoch, 20.05.2026, 10:00 Uhr

Hamburg. Die Streifenwagen der Hamburger Polizei bekommen ein neues Licht. Polizeivizepräsident Mirko Streiber stellte zusammen mit dem stellvertretenden Leiter der Schutzpolizei, André Martens, das sogenannte Polizeiliche Präsenzlicht (PPL) vor.

Die Streifenwagenbesatzung kann das Licht manuell steuern. Beim Losfahren soll das Präsenzlicht jedoch regelmäßig eingeschaltet bleiben.

Die Streifenwagenbesatzung kann das Licht manuell steuern. Beim Losfahren soll das Präsenzlicht jedoch regelmäßig eingeschaltet bleiben. Foto: Christian Charisius/dpa

Das dauerhaft leuchtende und nicht blinkende Blaulicht auf dem Dach soll mehr Sichtbarkeit für die Streifenwagen der Hansestadt schaffen. Die Polizei Hamburg nehme damit eine Vorreiterrolle ein, da sie bislang die einzige Landespolizei sei, die dieses Licht nutze, sagte Streiber.

Neues Licht gehört bald zum Hamburger Stadtbild

Der Polizeivizechef sagte, dass das blaue Licht bereits in Ländern wie Frankreich, Spanien oder den USA eingesetzt werde. Diesem Beispiel will die Polizei in Hamburg folgen und wird das Präsenzlicht fortan nutzen. „Man muss sich an das neue Licht gewöhnen. Als ich es im Urlaub an Streifenwagen anderer Länder gesehen habe, war das für mich auch neu. Wir sind aber zuversichtlich, dass die Bürger das schnell annehmen“, betonte Streiber.

Zahlreiche Medienvertreter verschaffen sich einen ersten Eindruck vom neu präsentierten Sichtbarkeitsmerkmal der Hamburger Peterwagen.

Zahlreiche Medienvertreter verschaffen sich einen ersten Eindruck vom neu präsentierten Sichtbarkeitsmerkmal der Hamburger Peterwagen. Foto: Christian Charisius/dpa

Um Verwechslungen mit dem klassischen Blaulicht zu verhindern, wird das neue Licht dauerhaft eingeschaltet, sobald die Beamten losfahren. Zudem ist die Lichtstärke auf rund 30 Prozent der normalen Helligkeit gedimmt. Martens sagt: „In der Anfangsphase werden von den Bürgern wahrscheinlich mehr Fragen gestellt. Bald wird das Präsenzlicht jedoch ganz normal zum Stadtbild gehören“.

Das Licht wird in den kommenden Wochen eingeführt

Wichtig ist laut Martens, dass die Bürger das neue Licht vom klassischen Licht bei Polizeieinsätzen unterscheiden können. Daher habe man auch auf Unterschiede bei der Gestaltung geachtet. Die Polizei will die Bevölkerung weiterhin über die Einführung des neuen Lichts informieren, um Fehlinterpretationen bei Verkehrsteilnehmern zu verhindern.

Neues Element auf dem Dach der Streifenwagen: Ein dauerhaft eingeschaltetes Blaulicht. Es ist gedimmt und blinkt nicht.

Neues Element auf dem Dach der Streifenwagen: Ein dauerhaft eingeschaltetes Blaulicht. Es ist gedimmt und blinkt nicht. Foto: Christian Charisius/dpa

Am klassischen Blaulicht während eines Einsatzes ändert sich laut Martens nichts. Dies bedeutet weiterhin, dass Bürger dem Streifenwagen „freie Bahn“ machen müssen. Auch das Martinshorn bleibe unverändert. Zunächst wird das Präsenzlicht in den westlichen Bezirken der Stadt eingesetzt und anschließend in den kommenden Wochen in ganz Hamburg eingeführt.

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Ulla Bowe
20.05.202621:37 Uhr

Permanent leuchtendes Blau signalisiert den "Bösen Buben", "schweren Jungs" und allen anderen ihr Unwesen treiben wollenden frühzeitig schon von Weitem, daß jetzt mal eben Pause gemacht werden muss, bis das Präsenzlicht hinter der nächsten Kurve wieder verschwunden ist.
Das wäre dann eher kontraproduktiver Service für die Kriminellen.
Nicht alles, was aus den USA zum Thema Sicherheit zu uns herüberschwappt, ist gut und richtig.
Ich erinnere mich noch an diese dümmliche Harles-Davidson Episode aus der Innensenator-Schill-Zeit.
Michael Bowe
Michael Bowe

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