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Ironman in Hamburg

Radstrecke am Deich soll wieder in beide Richtungen führen

Triathleten fahren auf dem Rad an der Unglücksstelle auf dem Gauerter Hauptdeich vorbei.

Triathleten fahren auf dem Rad an der Unglücksstelle auf dem Gauerter Hauptdeich vorbei. Foto: Georg Wendt/dpa

Nach dem tödlichen Unfall 2023 wurde der Radkurs in den Vier- und Marschlanden verlegt - zulasten der Anwohner. Nun geht es wohl zurück auf das alte Teilstück. Aber auch die A25 ist noch im Gespräch.

Von dpa Dienstag, 21.04.2026, 09:05 Uhr

Hamburg. Bei der Ironman-Europameisterschaft in Hamburg am 7. Juni geht es nach aktuellem Stand zurück auf die Radstrecke am Deich in den Vier- und Marschlanden. Sie soll dort wieder in beide Richtungen führen. Betroffen ist davon auch der Gauerter Hauptdeich, auf dem es 2023 zu einem tödlichen Unfall gekommen war. 

Grund der erneuten Änderungen ist, dass der Rundkurs im vergangenen Jahr zu einer Einkesselung des Gebiets geführt hatte - und damit zu Ärger bei vielen Anwohnern. Nach einem Beschluss der Bezirksversammlung in Bergedorf vom vergangenen September stand die Austragung der Sport-Veranstaltung daher auf der Kippe. Unter anderem wurde für dieses Jahr die Einbindung der A 25 gefordert.

Möglicherweise auch ein Teilstück auf der A 25 

Der Bezirk und die Ironman Group haben sich nun auf einen neuen Verlauf geeignet, in dem die A 25 keine Rolle spielt. Jörg Froh, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU–Fraktion in der Bezirksversammlung Bergedorf, erklärte: „Der jetzt vorliegende Vorschlag des Veranstalters wurde als Kompromiss und Testballon angenommen, weil durch diese Streckenführung erheblich weniger Einwohner in Bergedorf-Süd und den Vier- und Marschlanden in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden.“ 

Die Autobahn GmbH erklärte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage jedoch, dass man sich mit der Stadt Hamburg weiter im Gespräch um eine kurzfristige Lösung mit Blick auf die Nutzung der A 25 befinde.

Vor drei Jahren tödlicher Unfall auf dem Deich 

Für die 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer heißt die aktuelle Regelung, dass sie nun doch wieder zwölf Kilometer am Elbdeich hin- und zurückfahren müssen und dabei auch jenen Abschnitt passieren, auf dem vor drei Jahren ein Begleitmotorrad mit einem entgegenkommenden Radfahrer kollidiert war. Dabei war der Fahrer des Motorrads tödlich verunglückt. Die Streckenführung wurde danach verändert. 

Die Ironman Group hat Konsequenzen aus diesem Unfall gezogen und teilte mit, dass aus Sicherheitsgründen die Anzahl der Motorräder auf dem Hin- und Rückkurs in diesem Jahr begrenzt wird. Stattdessen sollen verstärkt FPV-Drohnen (First Person View) eingesetzt werden. Zudem wird es auf diesem Abschnitt keine Verpflegungsstationen mehr geben.

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