Immer mehr Menschen zieht es zu den Reservisten im Norden – auch ohne Erfahrung im Militär. Doch laut eines Experten fehlt es der Bundeswehr oft an Flexibilität.
Beim Veteranentag zeigen die Bundeswehr, das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter Unfallhilfe Präsenz - bei einer Aktion am Sonntag, 15. Juni, am Wasser West in Stade.
Wer an einer Reserveübung der Bundeswehr teilnehmen will, braucht die Zustimmung der Firma. Das will Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen ändern. Ihn ärgert die aktuelle Lage - aus einem Grund.
Die Bundeswehr baut in Bremerhaven eine Heimatschutzkompanie auf. Erklärtes Ziel: den Hafen und seine Infrastruktur zu schützen. Bis zu 120 Soldaten sollen im Krisenfall dafür eingesetzt werden. „Leider“, sagt Oberst Andreas Timm, sei das notwendig.
Deutschland soll seine Verteidigung ausbauen. Mit Blick auf Russland sieht die FDP-Politikerin dazu Potenzial in den Bundeswehr-Reservisten. Doch diese müssten erst einmal registriert werden.
Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine hat sich die sicherheitspolitische Lage in Europa deutlich verschärft. Das merkt man bei der Bundeswehr an der Wortwahl und am zunehmenden Takt der Übungen.
Nach längerem Zögern stimmte der ukrainische Präsident Selenskyj einer Absenkung des Reservistenalters zu. Damit könnten zwei weitere Jahrgänge junger Männer zum Kriegsdienst eingezogen werden.